Verfassungsbeschwerde gegen Abgeltungssteuer

  1. 28.11.2007 10:02
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Aktionärsaktivist und Professor für Bank- und Kreditwirtschaft an der Universität Würzburg Ekkehard Wenger plant, per Verfassungsbeschwerde gegen die von der Bundesregierung für 2009 geplante Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge vorzugehen. Wenger äußerte massive Bedenken gegen das im Mai vom Bundestag verabschiedete Vorhaben.

Vor allem gegen die Regel, dass Kursgewinne auf Aktien, die innerhalb eines Fonds gehalten werden, keine Steuerabgabe zur Folge haben, während Anleger, die Kursgewinne auf direkt gehaltene Aktien halten, diese Erträge künftig versteuern müssen, kritisiert Wenger. "Das ist eine massive Diskriminierung direkter Aktienengagements", so Wenger: "Diese Begünstigung der Fondsindustrie ist skandalös, und dagegen werde ich auch Verfassungsbeschwerde einlegen."

Weiterhin fürchtet Wenger, dass die Einführung der Abgeltungsteuer darüber hinaus zur größten Kapitalflucht aus Deutschland seit 1945 führen werde: "Bei der Abgeltungsteuer handelt es sich um eine Kriegserklärung gegen jeden, der Aktien im Depot hat. Ein wirklich vermögender Anleger bleibt doch nur hier, wenn er zumindest steuerlich masochistisch veranlagt ist."




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