Aufruf der Verbraucherzentralen zum Stromanbieterwechsel

  1. 05.12.2007 17:57
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In einer neuen Kampagne rufen die Verbraucherzentralen Stromkunden zum Stromanbieterwechsel auf. Somit könnte der Stromverbraucher viel Geld sparen und Druck auf die Energiekonzerne ausüben. Der Aufruf wird von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) unterstützt. Er erklärte, ein Wechsel des Stromlieferanten sei einfach und unbürokratisch möglich: "Jetzt sind die Verbraucherinnen und Verbraucher gefragt, Bewegung in den Markt zu bringen. Eine fortlaufend steigende Stromrechnung muss nicht hingenommen werden. Die Kunden können den Stromkonzernen die rote Karte zeigen."

Mit Plakaten und aktuellen Strompreis-Checks und Stromtarifrechnern gehen die Verbraucherzentralen nun in die Offensive. Die von den Verbraucherzentralen geleistete politische Lobbyarbeit für mehr Wettbewerb, für eine Entflechtung der Konzerne und für ein Ende von Mitnahmeeffekten müsse durch den Druck der Stromkunden angeheizt werden, so Gerd Billen, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes.

Im vergangenen Jahr lag der Durchschnittserlös für eine Kilowattstunde Strom erstmals über 10 Cent. Viele Stromanbieter haben auch in diesem Jahr wieder die Preise seigen lassen. Unter anderem haben die beiden Stromgiganten RWE und E.ON weitere Erhöhungen für Beginn des Jahres 2008 angekündigt. Gabriel wies deren Begründung, die Strompreissteigerung sei wegen steigender staatlicher Belastungen oder durch gestiegene Beschaffungskosten notwendig: "Dafür genügt ein Blick auf die steigenden Renditen und die ungebrochene Marktmacht der großen Stromversorger."

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