Wenn es nach den Grünen geht, soll der Bundestag "zu einem leuchtenden Beispiel für konsequenten Klimaschutz" werden. Die Grünen fordern in einem Beschlussantrag komplett ökologischen statt konventionellen Strom für die Bundestagsgebäude. Außerdem fordern sie die Einspeisung der Überschüsse ins Berliner Netz, den Einsatz effizienter Geräte, eine durch Bewegungsmelder und Zeituhren geregelte Beleuchtung und ausnahmslos Energiesparlampen. Der Entwurf soll am Dienstag, dem 11.12. in der Fraktion beraten und noch vor Weihnachten in den Bundestag eingebracht werden.
Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) betonte in einem Brief die Bedeutung eines ressourcensparenden Energieeinsatzes im Bundestag. Nachdem Fraktionschefin Renate Künast ihr darauf angesprochen hatte. In der Antwort erkannte Künast "viele gute Ansätze" wie ein hauseigenes Blockheizkraftwerk an, stellte aber zugleich fest: "Es wird weiterhin zuviel Energie verschwendet." Spätabends und am Wochenende würden Flure und einzelne Räume nutzlos beleuchtet werden. Mit dem Vorstoß wollen die Grünen den Einsatz aller möglichen Klimaschutzmaßnahmen im Bundestag erreichen.