Stromanbieterwechsel: Auf Kündigungsfristen und kurze Vertragslaufzeiten achten

  1. 07.12.2007 10:10
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Stromverbraucher sollten beim Wechsel des Stromversorgers nicht nur auf günstige Stromtarife, sondern auch auf kurze Kündigungsfristen und Vertragslaufzeiten achten. Gemäß einem Ratschlag des Bundesverbands der Verbraucherzentralen in Berlin sollten die Stromverträge maximal ein Jahr laufen und innerhalb eines Monats zum Ende des Kalendermonats kündbar sein.
Grundsätzlich sollen bei einem Preisvergleich die Bruttoendpreise zugrunde gelegt werden. Am 03.12.2007 hatten die Verbraucherschützer gemeinsam mit Bundesumweltminister Sigmar Gabriel die Stromkunden zum Anbieterwechsel aufgerufen. Je nach Region könnten so gerade Familien bei einem Wechsel des Stromanbieters 50 bis 240 Euro im Jahr sparen.

Nach Angaben der Verbraucherzentrale ist der Wechsel einfach: Bezieht der Stromkunde seinen Strom bisher vom Grundversorger (meist den örtlichen Stadtwerken), besteht eine Kündigungsfrist von einem Monat zum Ende des darauf folgenden Kalendermonats. Spezielle Verträge mit dem örtlichen Stromanbieter oder andere Stromversorger sehen allerdings oft längere Kündigungsfristen vor. Ein Sonderkündigungsrecht besteht zumeist bei Strompreiserhöhungen.

Am besten ist es, den alten Vertrag nicht selbst zu kündigen. Zuerst sollte ein Vertrag mit einem neuen Stromanbieter geschlossen werden, dem dann Vollmacht erteilt werden sollte, den alten Vertrag zu kündigen. Es dürfen keine Gebühren für einen Stromanbieterwechsel erhoben werden. Auch sind technisch keinerlei Änderungen nötig, wie etwa am Stromzähler. Wartung und Ablesung wird weiterhin vom örtlichen Netzbetreiber übernommen. Es kann jedoch sein, dass der Kunde nach einem Wechsel gebeten wird, selbst den Zählerstand abzulesen und dem Netzbetreiber mitzuteilen.

Wenn ein Stromanbieter Vorkasse, eine Kaution oder Mindestabnahmemengen verlangt, ist Vorsicht geboten. Auch Bonuszahlungen seien nicht immer aussagekräftig, da der Bonus meist nur für ein Jahr gilt und andere Stromanbieter auf längere Sicht günstiger sein können. Sollte ein Stromversorger Konkurs anmelden, müssen die Stromkunden sich keine Sorgen machen: Der örtliche Grundversorger ist in dieser Situation gesetzlich dazu verpflichtet, die Stromversorgung zu gewährleisten.




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