Vattenfall geht nach Kündigungswelle in die Offensive

  1. 11.12.2007 17:06
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Der Stromversorger Vattenfall Europe hat vor, nach dem Verlust von rund 250 000 Kunden in Deutschland im nächsten Jahr in die Offensive zu gehen. "Wir werden auf dem Markt kämpfen", so der künftige Vorstandsvorsitzende Tuomo Hatakka. Der neue Vattenfall-Chef ist überzeugt, dass wieder Kunden angezogen werden und Vertrauen entstehen könne.
Vattenfall hat mit einer Kündigungswelle zu kämpfen, nach Kritik an unvollständigen Preisinformationen und Pannen in den schleswig-holsteinischen Atomkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel im Sommer 2007. Hatakka nannte noch keine konkreten Maßnahmen. Strompreiserhöhungen seien für Januar nicht geplant.

Zum Jahresanfang 2008 soll der 50-jährige Finne an die Spitze der deutschen Tochter des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall treten. Er wird damit Nachfolger von Hans-Jürgen Cramer, der den Chefposten erst im Juli von dem langjährige Vorstandsvorsitzende Klaus Rauscher übernommen hatte.

Lars G. Josefsson, der Chef des Mutterkonzerns, wies auf die zugleich beschlossene Zusammenführung der Aktivitäten in Deutschland und Polen unter der Leitung Hatakkas hin. Er nannte die Zusammenführung "eine offensive Entscheidung", die weiteres Wachstum in der immer enger vernetzten Region ermöglichen solle. Mit der neuen gemeinsamen Geschäftseinheit "Mitteleuropa" sollten zum Beispiel in Deutschland vorhandene Kompetenzen in Polen nutzbar gemacht werden. Vattenfall will zugleich in beiden Ländern "die Nummer eins für die Umwelt" sein. Diesem Ziel diene unter anderem eine neue Technologie zur Stromgewinnung aus Braunkohle ohne Abgabe von Kohlendioxid (CO2) in die Luft.

Mit der Zusammenführung des Geschäfts in Polen und Deutschland ist laut Josefsson keine rechtliche Verschmelzung geplant. Es gebe derzeit zudem keine Pläne, Arbeitsplätze von Deutschland nach Polen zu verlagern.





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