Weltklimakonferenz: Steuer auf Emissionen

  1. 12.12.2007 12:48
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Auf der Weltklimakonferenz in Bali hat man sich auf die Einrichtung eines eigenen Fonds zur Bewältigung der Folgen des Klimawandels geeinigt. Dieser soll über eine Steuer auf den Emissionshandel finanziert werden.

Es besteht bereits ein Fonds, der 2002 unter der Klimarahmen-Konvention eingerichtet wurde. Dieser wird aus einer Abgabe von derzeit 2% auf Umsätze im "Mechanismus für saubere Entwicklung" (Clean Development Mechanism/CDM) finanziert. Unternehmen aus Industrieländern haben mit diesem die Möglichkeit, ihre Verpflichtungen zur Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen zu erfüllen, indem sie klimafreundliche Projekte in Entwicklungsländern finanzieren.

Allerdings enthält dieser "Fonds für die ärmsten Länder" bisher nur 67 Millionen Dollar, obwohl ursprünglich etwa 163 Millionen Dollar zugesagt wurden. Mit Hilfe der Neuregelung soll nun bis 2012 ein Volumen von bis zu 500 Millionen Dollar (340 Mio. Euro) erreicht werden. Nach Berechnungen des UNO-Entwicklungsprogramms UNDP ist das allerdings noch lange nicht ausreichend: 2015 werden demnach bereits 86 Milliarden Dollar erforderlich sein, um ausreichend gegen Naturkatastrophen und Veränderungen des Klimas vorgehen zu können.

Aus dem neuen Klima-Risiko-Index 2008, den die Umweltorganisation German Watch in Bali vorlegte geht hervor, dass die armen Länder des Südens von den Folgen des Klimawandels weit stärker betroffen sind Industriestaaten. Vor allem Asien war im Jahr 2006 betroffen, so Sven Harmeling, Experte von German Watch. Der Index kam aus den Datenerhebungen und -analysen des Bereichs GeoRisikoForschung der Rückversicherungsgesellschaft Münchener Rück zustande.






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