Powernext und European Energy Exchange: Kooperation deutscher und französischer Energiebörsen

  1. 14.12.2007 18:42
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Die Energiebörsen in Deutschland und Frankreich haben ein umfangreiches Kooperationsabkommen getroffen. Damit soll für mehr Liquidität auf dem Strommarkt gesorgt werden. Der kurzfristige Spothandel wird an der Powernext in Paris und das Termingeschäft an der European Energy Exchange (EEX) in Leipzig gebündelt.

Zur Zeit gibt es in Europa rund 20 Energiebörsen, unter Umständen werden auch die belgische Belpex und die skandinavische NordPool in die Kooperation einbezogen. Die EEX entstand 2002 durch die Zusammenlegung der Leipzig Power Exchange und der Frankfurter European Energy Exchange.

Durch die regionale Verankerung und die Unterschiede der Produkte und Teilnehmer verfügen sie jeweils nur über einen begrenzten Kundenstamm. Als Folge tritt mangelnde Liquidität auf. Einzelne Transaktionen können durch das geringe Handelsvolumen leicht den Börsenkurs und damit den gesamten Handel beeinflussen. Sogar der EEX, die mit 187 Teilnehmern und einem Strom-Handelsvolumen von 63,5 Milliarden Euro zu den größten der Energiebörsen zählt, wirft man vor, Energiekonzerne würden den Börsenhandel manipulieren, um die Preise im Großhandel oben zu halten.

Durch den Zusammenschluss sollen nun Transparenz und Liquidität im Handel mit Strom erhöht werden. An dem Gemeinschaftsunternehmen für den Spothandel in Paris sollen EEX und Powernext jeweils 50% halten. An der Tochter für den Terminmarkt, die in Leipzig sitzt, wird Powernext nur einen Minderheitsanteil erhalten.





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