Vattenfall weiterhin ohne Discount-Strom

  1. 15.12.2007 07:12
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Der Start seines bundesweiten Stromvertriebs hat der Energiekonzern Vattenfall Europe auf unbestimmte Zeit verschoben. Eigentlich wollte der Stromversorger schon im Sommer mit einer eigenen Billig-Marke auf Stromkundenfang gehen.
Es wird berichtet, Personal- und Imageprobleme des Stromkonzerns seinen ausschlaggebend für diese Entscheidung. Ein Sprecher des Stromkonzerns erklärte lediglich, in den nächsten Wochen sei nicht mit dem Aufbau eines Discount-Angebotes für Gas und Strom zu rechnen. Gründe wurden keine genannt.
Im April 2007 lies der damalige Vorstandschef Klaus Rauscher verlauten, im Sommer wolle sein Stromunternehmen eine "bundesweite Vertriebsoffensive" starten. Vattenfall werden dann bundesweit Strom und Gas über eine Online-Tochter verkaufen. Auch wenn die Produktideen schon recht konkret waren, musste Rauscher nach der schlecht dargestellten Preiserhöhung zum Juli 2007 und den Störfällen in den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel gehen. Aufgabe seines Nachfolgers Hans-Jürgen Cramer war zunächst, das Unternehmen aus den Negativ-Schlagzeilen zu holen.

Vattenfall hatte geplant, mit der neuen Vertriebstochter im ersten Jahr bis zu 10.000 neue Kunden zu gewinnen. Die Billigtöchter der anderen großen Konzerne seien im Bezug auf Neukundenwerbung auch erfolgreicher als ihre Mütter. Mit seinem Angebot „E wie einfach“ konnte E.ON nach eigenen Angaben schon über 250.000 Stromabnehmer gewinnen. Im gleichen Zeitraum verlor es jedoch mit seinen Traditionsmarken rund 100.000 Stromkunden. In diesem Jahr verlor Vattenfall Europe nach eigenen Angaben rund 250.000 Kunden, ohne dies durch Neukunden im Billigstrom-Sektor ausgleichen zu können.





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