Der spanische Telefónica-Konzern hat nun offiziell Beschwerde gegen die Deutsche Telekom bei der Bundesnetzagentur eingelegt. Die Telefongesellschaft erhofft sich davon, dass die Telekom mehr Teilnehmeranschlussleitungen (TAL) für ihre Konkurrenten freischalten muss. Die Wettbewerber müssen die so genannte „letzte Meile“ (die Leitung von der Vermittlungsstelle bis zur Telefondose des Kunden) von der Telekom mieten, wobei die Zahl der freigeschalteten Anschlüsse begrenzt ist.
Die Begrenzung der Anschlüsse führe jedoch dazu, dass ein Telekommunikationsunternehmen nicht marktgerecht auf die Kundennachfrage reagieren könne. "Es scheitert strukturell daran, dass die Telekom nicht willens ist, diese vom Markt nachgefragten Mengen an TAL in diesem Umfang zu befriedigen", so Telefónica-Manager Alwin Mahler. In Deutschland verfügt Telefónica über ein eigenes Telefonnetz, das nach eigenen Angaben 60% der deutschen Haushalte abdeckt. Die Vermarktung der Anschlüsse erfolgt jedoch nicht durch Telefónica direkt, sondern durch Großkunden wie die eigene Tochter O2 sowie an Alice, Freenet und 1&1.