Jimmy Wales, der Gründer des Online-Lexikons Wikipedia, will mit einem neuen Projekt der weltgrößten Internet-Suchmaschine Google Konkurrenz machen. Wales will mit "Wikia" eine Suchmaschine anbieten, deren Algorithmus jedem zugänglich ist. Google hingegen hält die Formel zur Berechnung der Suchergebnisse im Web geheim.
Wales hat die Firma Wikia.com im Jahr 2004 gegründet. Er sagt, "als Bürger des Internets" müsse man "Transparenz und Offenheit gewährleisten". Wales weiter: "Im Moment sind aber alle Suchmaschinen geschlossene Systeme, die jeweils einer Firma gehören. Und diese Firmen entscheiden, wie sie Webseiten bewerten". Bei Wikia soll es angemeldeten Usern möglich sein, Suchergebnisse zu bewerten und damit hoch- oder herabstufen. Finanzieren soll sich das Angebot durch Werbung, an der die freiwilligen Mitarbeiter allerdings nicht beteiligt werden sollen.
Mitte Dezember hatte Google angekündigt, mit "Knol" selbst eine Art Online-Enzyklopädie aufzubauen und somit mit Wikipedia in Konkurrenz treten zu wollen. Google bewertet bislang die Einträge von Wikipedia sehr hoch, oft werden Wikipedia-Aufsätze unter den Top-Ergebnissen einer Websuche angezeigt.