Der Schadenersatzprozess der Telekom bezüglich des Wertes der Telekom-Immobilien startet Presseberichten zufolge am 4. April 2008 in Frankfurt. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird der Prozess mit Zeugenvernehmungen starten. Für den Kläger entfällt somit zunächst die Gefahr, bei Unterliegen ein Gutachten in Millionenhöhe bezahlen zu müssen. Derzeit findet eine Feinabstimmung zwischen den Beteiligten statt. Konkrete Zeugen wurden noch nicht benannt.
Der Prozess wird im Saalbau des Frankfurter Stadtteils Bornheim stattfinden, da alleine für die erwarteten 600 Anwälte kein geeigneter Gerichtssaal vorhanden ist. Der Saalbau wurde bis Ende Mai für 10 bis 15 Prozesstage gemietet.
Es handelt sich um den größten Schadenersatzprozess gegen ein DAX-Unternehmen in Deutschland. Dabei geht es um die Frage, ob die Verkaufsprospekte für die Ausgabe der T-Aktien der zweiten und dritten Tranche nicht der Wahrheit entsprachen. Die Anwälte der Anleger argumentieren, besonders der Immobilienbesitz des Konzerns 1999 und 2000 wegen einer unzulässigen Bewertungsmethode um etwa zwei Milliarden Euro zu hoch angesetzt worden.