Gazprom lehnt Beteiligung ausländischer Firmen ab

  1. 29.12.2007 09:09
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Der russische Energieriese Gazprom will keine Beteiligung ausländischer Unternehmen an der Erschließung russischer Öl- und Gasvorkommen. "Unsere Haltung ist negativ, was die Erschließung der Vorkommen durch ausländische Firmen anbelangt", so Gazprom-Vize Alexander Ananenkow. Er begründete seine Haltung damit, dass die Öl- und Gasförderprojekte Sachalin I und II gezeigt hätten, dass den ausländischen Konzernen die russischen Verbraucher im Extremen Osten egal seien und lediglich daran Interesse hätten, das Gas ins Ausland zu verkaufen.

Nach heftigen Debatten mit ausländischen Investoren hatte Gazprom im April die Mehrheit am Projekt Sachalin II übernommen. Shell war der vorherige Mehrheitseigner und musste unter heftigem Druck der russischen Behörden die Führungsrolle abgeben. Auch das Sachalin I-Konsortium, dem unter anderen der US-Ölkonzern Exxon-Mobil angehört, steht im Dauerstreit mit Gazprom und der russischen Regierung.

Nach Angaben des russischen Rohstoff-Ministeriums bereitet dieses eine Gesetzesänderung vor, die ausländischen Konzernen die Möglichkeit der Erschließung von Öl- und Gasvorkommen geben soll. Wie Rohstoff-Minister Juri Trutnow erklärte, würden mehrheitlich von Ausländern kontrollierte Unternehmungen nach einem entsprechenden Beschluss einer Regierungskommission künftig an Versteigerungen von Erschließungsrechten teilnehmen können.





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