Unter Berufung auf Regierungskreise hat Gazprom eine Milliarde Euro für einen Mehrheitsanteil am serbischen Erdölkonzern NIS (Naftna industrije Srbije) geboten. Der russische Gasgigant will der serbischen Regierung 500 Millionen Euro ausbezahlen und weitere 500 Millionen Euro in NIS investieren.
Weiterhin wird berichtet, dass Russland Serbien in Aussicht gestellt hat, die über das Schwarze Meer von Russland nach Italien geplante Gasleitung "South Stream" über Serbien und den serbischen Teil Bosniens zu führen und einen Gasspeicher im nordserbischen Banatski Dvor fertigzustellen.
Es wurde berichtet, dass die serbische Regierung bis Ende des Jahres eine Entscheidung fällen wird. In der Regierung besteht indes keine komplette Einigkeit. Wirtschaftsminister Mladjan Dinkic schätzt den Wert der NIS auf zwei Milliarden Euro und möchte den Erdölkonzern gerne in mehreren Teilen privatisieren. Die größeren Regierungspartner, die Demokratische Partei Serbiens des Premiers Vojislav Kostunica und die Demokratische Partei des Staatschefs Boris Tadic, werden das Angebot Russlands dagegen unterstützen.