Energieversorger RWE wurde von der Gewerkschaft ver.di aufgefordert, ein neues Tarifangebot vorzulegen. Verhandlungsführer Karl-Heinz Römer: "RWE wäre gut beraten, wenn sie ein neues Angebot vorlegen würden."
RWE hatte bereits Angebote vorgelegt, die eine Lohnerhöhung von 3,2, bis 4,5% vorsahen, was ver.di jedoch als nicht ausreichend ansah. Die von ver.di und IG BCE gestellte Forderung: 8% mehr Lohn.
In bisherigen Verhandlungen konnte keine Einigung erzielt werden. Am 17.01. wird nun die Große Tarifkommission darüber beraten, ob eine Urabstimmung über einen Streik abgehalten werden soll. Nach Willen der Verhandlungskommission sollen die bisher vorliegenden Angebote der Arbeitgeber abgelehnt und das Scheitern der Verhandlungen festgestellt werden. Römer steht einer Einigung offen gegenüber und hat Hoffnung, dass diese erzielt werden könnte. 20.000 der 35.000 Beschäftigten sind davon betroffen. Der Haustarifvertrag lief zum 01.01.2008 aus.
RWE äußerte sich nicht zu der Forderung nach einem neuen Angebot. Der Stromkonzern habe diverse tragfähige Angebote vorgelegt. Sollte wirklich Einigungswillen bestehen, könnten die Parteien rasch zu einer Lösung führen. "Der RWE-Vorstand bemüht sich weiterhin um eine einvernehmliche Lösung", so der RWE-Sprecher.