BASF, E.ON und Gazprom Ostsee-Pipeline: Diskussion des Dreiecks Russland-Polen-Deutschland

  1. 09.01.2008 09:17
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Die Ostsee-Pipeline ist Gegenstand eines geplanten Gesprächs des polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk mit Berlin und Moskau. Tusk gab an, er wünsche sich eine Besprechung auf Führungsebene des Dreiecks Russland-Polen-Deutschland. Ziel des Gesprächs soll es sein, "dieses Problem zu entmystifizieren". Es soll diskutiert werden, warum Russland Interesse an diesem Projekt habe, wo eine Gas-Pipeline durch Polen nur etwa ein Drittel kosten würde. Tusk sagte außerdem, er wolle herausfinden, welche Konditionen zur Änderung des Vorhabens bestehen.

Die Ostsee-Pipeline ist eine direkte Gas-Pipeline zwischen dem russischen Wyborg und dem deutschen Greifswald. Polen wird dabei als Transitland umgangen, was Warschau kritisiert. Die Beziehungen Polens zu seinen Nachbarn Deutschland und Russland wird durch dieses Vorhaben belastet. Die Befürchtungen Polens gehen in die Richtung, dass befürchtet wird, Russland könnte im Fall einer politischen Krise die Gaslieferungen nach Polen zurückfahren oder abstellen, ohne Westeuropa dadurch in Mitleidenschaft zu ziehen. Polen war bisher Transitland für die Gasversorgung Westeuropas durch Russland. 2005 hatten sich die deutschen Firmen BASF und E.ON mit dem russischen Gasversorger Gazprom auf die Errichtung einer 1200 Kilometer langen Pipeline durch die Ostsee geeinigt, die 2011 an den Start gehen soll.





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