Trotz lohnender Investitionen Modernisierungsunlust im Heizraum

  1. 12.01.2008 12:23
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Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat im Auftrag des Bundesindustrieverbandes Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) eine Studie durchgeführt. Befragt wurde ein repräsentativer Durchschnitt von 1000 Eigenheimbesitzern. Demnach werden alte Heizungen in 80% der Fälle so lange genutzt, wie sie funktionieren.

Die meisten Hausbesitzer möchten die Heizkosten senken, jedoch verhindert in den meisten Fällen der hohe Anschaffungspreis für eine neue Heizung den Schritt zur Modernisierung und somit zum Energiesparen. Zu bedenken ist jedoch, dass sich der Austausch eines alten Heizkessels bei einem Preisniveau von 75 Euro pro 100l Heizöl schon nach 5 Jahren rechnet, bei Gasheizungen ist die Modernisierung ebenfalls lohnenswert.

Die Studie besagt weiter, dass der Heizungsinstallateur im Rahmen einer Modernisierung die wichtigste Informationsquelle ist. Neben den technischen Fakten weiß er auch oft über Förderprogramme und Zuschüsse Bescheid. Einen Anstoß zur Modernisierung geben Installateure jedoch nur in etwa 45% der Fälle. Etwa zwei Drittel der Nicht-Modernisierer haben zwar Interesse an einer Energieberatung durch den Fachmann, aber nur etwa 25% nimmt diese Beratung tatsächlich in Anspruch.

Klaus Jesse, Präsident des BDH: "Die GFK-Studie zeigt, dass Hauseigentümer sich von den anfänglichen Investitionskosten für eine Heizungsmodernisierung abschrecken lassen. Dabei rechnet sich diese Investition bei hohen Energiepreisen über die 30-prozentige Energieeinsparung, die sich durch den Austausch des alten Heizkessels und den Einsatz moderner Heiztechnik ergibt, bereits nach wenigen Jahren. Kombiniert der Eigenheimbesitzer den modernen Heizkessel mit einer Solarwärmeanlage, so kann er zusätzliche Einsparungen von 16 Prozent erzielen und für diese Investition einen staatlichen Zuschuss von bis zu 2.000 Euro in Anspruch nehmen".

Auch staatlich verursachte Gründe für Eigentümer, nicht modernisieren zu wollen, zeigte die Studie auf: Die Mehrwertsteuererhöhung Ende 2006, eine zu undurchsichtige und bürokratische Förderpolitik, Verunsicherung bei der Versorgungssicherheit, erneuerbare Energien und ständig neue Gesetze und Verordnungen.

Der Präsident des DBH zieht Fazit aus den Studienergebnissen: "Es gibt keinen Grund, um zu zögern. Jetzt ist die richtige Zeit für Eigenheimbesitzer, die hohen Einsparpotentiale durch Investitionen in moderne Heiztechnik und erneuerbare Energien zu nutzen. Immerhin können allein durch moderne Wärmeerzeuger in Kombination mit erneuerbaren Energien bis zu 46 Prozent Energie gegenüber den alten Heizungen eingespart werden. Das schützt vor langfristig hohen Energiepreisen."

Quelle: Pressemitteilung des Bundesindustrieverbandes Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V.






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