Der Essener Stromversorger RWE AG plant in Hinblick auf die Wachstumsstrategie für die kommenden Jahre verstärkt auf Kooperationen zu bauen. Der Vorstandsvorsitzende von RWE Jürgen Großmann hält statt aggressiver und teurer Akquisitionen Partnerschaften für einen möglichen Weg: „Es gibt viele stolze Gesellschaften in der europäischen Energiewirtschaft, die keine Manipulationsmasse sein wollen.“
RWE will mittelfristig wieder zu den Top 3 der größten Energiekonzerne Europas gehören, im Hinblick auf Börsenwert und Gewinn. Um dies zu realisieren, müsste sich Börsenwert und Gewinn nahezu verdoppeln.
In Sachen Vertrieb will der Stromversorger sich aus Preiskämpfen möglichst heraushalten. Der Stromkonzern setze eher auf eine Art Premiumstrategie: Ein in sich geschlossenes Geschäftsmodell mit zusätzlichen Service- und Beratungsleistungen. Großmann: „Strom ist weder gelb noch einfach, sondern ein komplexes Produkt.“