Der Großteil der heute bewohnten Häuser wurde zu einer Zeit errichtet, in der Strom im Vergleich zu heute etwa die Hälfte kostete. Als Altbau gilt nach den Kriterien der Energieeffizienz jedes Haus, das älter als 15 Jahre ist.
In Zukunft wird bei Verkauf und Vermietung großer Wert auf die Energiedaten gelegt werden, die im sogenannten Energiepass für jedes Gebäude ausgewiesen werden. Daher lohnt es sich, über Sanierung nachzudenken.
Der Wärmebedarf eines Altbaus kann mit einer gut durchdachten und konsequenten Sanierung um 70% und mehr gesenkt werden und gleichzeitig den Wohnkomfort steigern.
So können auch ältere Häuser das Prädikat Energiesparhaus erwerben.
Der BINE Informationsdienst hat in einer Buchreihe eine aktualisierte und erweiterte Ausgabe von "Altbauten sanieren - Energie sparen" aufgelegt. In dem Buch geht es um die Grundlagen der Gebäudesanierung. Es werden geeignete Lösungen vorgestellt und gut gelungene Beispiele aufgezeigt.
In jeden Haus fallen im Laufe der Zeit größere Instandhaltungsmaßnahmen an. Ein Bauherr kann dann in einem solchen Fall gleichzeitig Schritte zur Energieeinsparung durchführen. Wenn ohnehin ein Gerüst gestellt werden muss, Staub, Schmutz und Lärm unvermeidlich sind oder das Dach abgedeckt werden muss, kann man auch gleich „Nägel mit Köpfen“ machen. In dem genannten Buch wird aufgezeigt, wie die Chancen bei den Modernisierungsmaßnahmen zu erkennen und zu nutzen sind.
Das BINE-Informationspaket wurde von Prof. Fred Ranft und Dr. Doris Haas-Arndt zusammengesellt. Fred Ranft ist Professor für "Entwerfen - ökologische Planungs- und Entwurfskonzepte" an der Fachhochschule Köln und gleichzeitig Partner des Planungsbüros casa (Aachen), womit er über eine langjährige Erfahrung in der energetischen Gebäudesanierung verfügt. Dr. Doris Haas-Arndt lehrt seit 2005 die Fächer "Technischer Ausbau, Bauökologie und energieeffizientes Bauen im Bestand" im Fachbereich Architektur und Städtebau der Universität Siegen.