In einer Pressemitteilung hat der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Michael Müller, Atomstrom als nicht zukunftsfähig bezeichnet.
Müller warf den Verfechtern der Atomenergie, die sich für die Verlängerung der Laufzeiten von abgeschriebenen Atomkraftwerken aussprechen, vor, die Zeichen der Zeit nicht erkannt zu haben. Nicht den Großkraftwerken auf der Verbundebene, sondern den hocheffizienten dezentralen Technologien und den erneuerbaren Energien gehört die Zukunft in der Stromerzeugung. Nicht der Austausch der Brennträger (also der Ersatz von Kohle durch Atom), sondern der Umbau der Stromversorgung hin zu dezentralen Energiedienstleistungen ist in der Lage, die Klimaschutzziele zu verwirklichen.
Lediglich 31 Staaten weltweit nutzen Atomenergie. In vielen Ländern werden Atomkraftwerke nur dann gebaut, wenn Subventionen fließen. Der Weltklimarat zeigte sich zuletzt sehr skeptisch, ob mit der Stromerzeugung mit Hilfe der Atomkraft ein nennenswerter Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden kann, vielmehr sind Bedenken bezüglich der Sicherheit vorhanden, die vor allem die Länder der Dritten Welt bezahlen müssen.
48 Staaten der Welt folgen bereits dem erfolgreichen deutschen Fördermodell zum Umbau der Energieversorgung in Richtung erneuerbarer Energien. Auch das deutsche Ziel, die Energieproduktivität zu verdoppeln, findet weltweit Beachtung. Nur Lobbyisten behaupten, Deutschland würde sich isolieren, was jedoch von Fakten nicht gedeckt werden kann. Diesen Lobbyisten geht es nur um die Nutzung abgeschriebener Kraftwerke, die hohe Gewinne bringen. Auch wenn das legitim sein mag, mit verantwortungsbewusster Energiepolitik habe das nicht tun, so Müller weiter.
Die drei Säulen der nachhaltigen Energieversorgung in Deutschland sind: Einsparen, Effizienzrevolution und erneuerbare Energien. Diese Säulen müssen ausgebaut und beschleunigt werden, denn hier liegen die Märkte der Zukunft, hier hat Deutschland große Chancen.