Robin Wood: Kein Ausbau der Kohleverstromung!

  1. 26.02.2008 13:42
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Aktivisten der Umweltorganisation Robin Wood haben am Montag, dem 25.02. die Zufahrtsstraße zum Kohlekraftwerk des Stromerzeugers EnBW in Karlsruhe blockiert um gegen das Vorhaben von EnBW zu protestieren, die Leistung des Kohlekraftwerks auf mehr als das Doppelte auszubauen. Robin Wood bezeichnet den geplanten Ausbau als Gift für das Klima und kritisiert das Vorhaben, die verfehlte Energiepolitik damit auf Jahrzehnte zu zementieren. Robin Wood fordert den Energieversorger auf, den Ausbau nicht durchzuführen und anstatt dessen die Investitionssumme von rund einer Milliarde Euro für den Ausbau erneuerbarer, umweltfreundlicher Energien wie Gaskraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung aufzuwenden. Weiter appelliert die Umweltorganisation an Kunden der EnBW-Tochter Yello-Strom, zu einem Anbieter von Ökostrom zu wechseln.

Ein Ausbau des Kohlekraftwerks und somit eine Steigerung von 912 Megawatt würde fast fünf Millionen klimaschädigendes CO2 (Kohlendioxid) produzieren. "EnBW will mit dem Ausbau des Kraftwerks in Karlsruhe den Klimawandel auf unverantwortliche Weise weiter anheizen. Dadurch bedroht der Konzern massiv die Lebensgrundlagen auf unserer Erde, nur um sich noch größere Gewinne in die Tasche zu schaufeln", kommentiert Robin Wood-Aktivist Erik Mohr.

Die Verbrennung von Steinkohle ist eine besonders klimaschädliche Form der Stromerzeugung, denn pro erzeugter Kilowattstunde entstehen rund 800g CO2, was mehr als doppelt so viel ist als beim Betrieb eines modernen Gaskraftwerks anfällt. Trotzdem dieser Fakten hat eine Mehrheit aus CDU, SPD und Karlsruher Liste (KAL) im Stadtrat für den Ausbau der Kohleverstromung gestimmt.

Das geplante Projekt am EnBW-Standort Rheinhafen ist eines von insgesamt 19 geplanten bzw. bereits im Bau befindlichen neuen Kohlekraftwerken. Mit dem massiven Ausbau der Stromversorgung mit Kohle wird das Klimaschutz-Ziel der Bundesregierung, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40% gegenüber dem Jahr 1990 zu reduzieren, völlig untergraben. Mittlerweile räumt dies auch Bundesumweltminister Sigmar Gabriel ein, was ihn jedoch trotzdem nicht dazu verleitet, Druck auf die Bundesregierung dahingehend auszuüben, dass der Ausbau der Kohleverstromung ordnungsrechtlich unterbunden wird.

Robin Wood hebt den Einsatz von engagierten Bürgern hervor, die mit massiven Protesten dazu beigetragen haben, dass neue Kohlekraftwerke an Standorten in Bremen, Ensdorf, Quierschied-Weiher und Bielefeld zu verhindern.





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