Weltverbrauchertag 2008: Konto und Klima schonen - Einfach mal abschalten!

  1. 19.03.2008 06:14
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Anlässlich des Weltverbrauchertags 2008, der vom Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) unter das Motto „Konto und Klima schonen – Einfach mal abschalten“ gestellt wurde, äußert sich die SPD in einer Pressemitteilung zum Thema Strom und Energiekosten.

Die Strompreise haben sich demnach in den letzten 3 Jahren durchschnittlich um fast 17% erhöht, was besonders budgetschwache Haushalte zu spüren bekommen. Nachdem nun die Bundesregierung mit diversen Maßnahmen den Wettbewerb auf dem Strommarkt angekurbelt hat, sind nun die Stromverbraucher gefragt: Sie sind gefordert, Energiekosten zu senken und die Klimabilanz zu verbessern.

Schon einfache Stromsparmaßnahmen können 20% der Kosten senken! Alte Haushaltsgeräte können durch stromsparende Modelle ersetzt werden, die Stand-by-Funktion vieler Geräte vermieden und Stromsparlampen genutzt werden.

Ein weiterer Stromfresser ist die Informationstechnologie. "Green-IT" ("Grüne Informationstechnik"), die sich durch einen besonders geringen Stromverbrauch auszeichnet, sollte beim Kauf und Upgrade der Vorrang gegeben werden. Anbieter aller technischen Geräte sind gefordert, energiefreundliche und klimaverträgliche Modelle zu entwickeln und auf den Markt zu bringen.

Energieeffizienz muss transparent sein, die jetzige Auszeichnung der Ware mit A, A+ oder A++ ist für viele Verbraucher verwirrend und kann so kein umwelt- und energiebewusstes Handeln fördern. Die Kennzeichnung der Geräte muss einfacher und besser gestaltet werden, um den Verbrauchern die Kaufentscheidung zu erleichtern.

Als gute Idee stellt sich der "Top-Runner-Ansatz" dar: Zu einem Stichtag wird eine Übersicht zum Beispiel über Elektrogeräte erstellt. Das verbrauchseffizienteste Gerät wird zum Standard für die Branche erklärt, der bis zu einem bestimmten Stichtag erreicht werden muss. So wären die Hersteller in der Pflicht, diesen Standard zu erreichen, um Strafzahlungen oder Verkaufsverbote zu umgehen.

Stromverbraucher würden von dieser Regelung profitieren, da die Nutzung der Geräte weniger Energie verbrauchen würde. Die heimische Wirtschaft hätte so einen weiteren Ansporn, bessere Geräte zu entwickeln und sich von der Konkurrenz aus dem Ausland abzuheben.

In einer aktuellen Untersuchung sieht das Wuppertaler Institut für Klima, Umwelt und Energie massive Einsparpotenziale für Haushalte, Gewerbe und Industrie. Diese Potenziale müssen genutzt werden, denn sie dienen dem Klimaschutz und der Energiesparsamkeit und sind auch noch gut für den Geldbeutel der Stromverbraucher.




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