Am späten Freitagabend wurden die Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft ver.di und der Deutschen Post AG für die 130.000 Tarifbeschäftigten ergebnislos vertagt.
Die Deutsche Post AG als Arbeitgeber schlug vor, Verhandlungen über strittige Fragen (Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen sowie die Arbeitszeit) bis Ende Juni 2008 zu führen. Dazu äußerte sich die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Andrea Kocsis wie folgt: „Das Problem ist seit langem bekannt. Es muss zügig gelöst und nicht vor sich hin geschoben werden. Der Post geht es gut. Unsere Mitglieder brauchen keine Versprechen sondern Verträge. Ohne Druck bewegt sich offenbar am Verhandlungstisch nichts. Die Beschäftigten brauchen jetzt sichere Arbeitsplätze und dafür werden sie sich in den nächsten Tagen mit Nachdruck einsetzen.“
Von Seiten der Gewerkschaft wird der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis 30. Juni 2011 gefordert. Der entsprechende Tarifvertrag endet am 31. März 2008. Weiterhin fordert ver.di für die Tarifkräfte 10 Arbeitszeitverkürzungstage pro Jahr. Damit soll die arbeitsplatzvernichtende Wirkung der Erhöhung der Wochenarbeitszeit für die 55.000 Postbeamten von 38,5 auf 41 Stunden ausgeglichen werden.
Eine Fortsetzung der Tarifverhandlungen ist für den 9. April 2008 in Köln geplant.