BWP und BDH starten Wärme.Pumpen.Aktionswochen: über 2.400 Veranstaltungen zum Heizen mit Umweltwärme

  1. 09.04.2008 08:08
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Am 03.04.2008 wurden in Berlin die ersten deutschlandweiten Wärme.Pumpen.Aktionswochen eröffnet. Schirmherr ist Prof. Dr. Klaus Töpfer, ehemaliger Bundesumwelt- und -bauminister sowie ehemaliger Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP). Initiatoren der Aktionswochen sind der Bundesverband WärmePumpe e.V. (BWP) und der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V. (BDH).

In der Zeit vom 4. bis 20. April finden im gesamten Bundesgebiet über 2.400 Vorträge, Messen und Ausstellungen zum Thema „Nutzung von Umweltwärme“ statt. Mit Hilfe moderner Wärmepumpen kann die erneuerbare Wärme aus Erde, Wasser und Luft umweltfreundlich genutzt werden. Vergleicht man alte Öl- oder Gasheizkessel mit modernen Wärmepumpen kann bei dem Energiemix aus dem Jahre 2007 bis zu 63% CO2 eingespart werden.
Mit über 500 Wärmepumpen-Veranstaltungen ist Nordrhein-Westfalen am stärksten vertreten, danach kommt Bayern mit 350 Veranstaltungen, gefolgt von ca. 300 Aktionen in Baden-Württemberg. Der größte Teil der Aktionen (ca. 1.400) wird von Handwerksbetrieben durchgeführt. Wärmepumpenhersteller halten ca. 700 Events, die Energieversorger sind mit über 300 Veranstaltungen dabei.

Prof. Dr. Klaus Töpfer hielt bei der Auftaktveranstaltung im Haus der Bundespressekonferenz eine Schulstunde mit dem Schwerpunktthema Klimaschutz vor Kindern der Berliner „Grundschule im Grünen“. Anschließend signiert er eine von den Grundschülern gestaltete Wärmepumpe, die ab dem 4. April auf www.ebay.de (eBay-Artikelnummer: 250233591575) versteigert wird. Der Erlös der Auktion fließt in den Förderverein der Grundschule.

Moderne Wärmepumpen, die von Fachhandwerkern geplant wurden, erzeugen 100% Wärme aus 75 Prozent in Erde, Wasser oder Luft gespeicherter Sonnenenergie und 25 Prozent zugeführter Energie. Diese Technologie ist besonders effizient im Hinblick auf die Minderung von Heizkosten und CO2-Emissionen. Der Austausch eines veralteten Heizkessels rechnet sich schon nach wenigen Jahren, angesichts der ständig steigenden Öl- und Gaspreise. Wie schnell sich eine Wärmepumpe amortisiert, hängt von der Art der Umweltwärme ab, da sich die Kosten für Luft-, Wasser und Erdwärmepumpen unterscheiden.

Je mehr Wärmepumpen genutzt werden, desto schneller steigt die Unabhängigkeit von Energieimporten. Außerdem kreiert und sichert diese Technologie Arbeitsplätze vor Ort: über 10.000 Arbeitsplätze wurden bereits in der Wärmepumpenbranche geschaffen.

Wärmepumpen stoßen schon heute auf wachsendes Interesse bei Bauherren und Modernisierern. Zwar werden noch immer konventionelle Gas- und Ölheizungen bevorzugt, jedoch haben Wärmepumpen bereits einen Anteil von 8,9% am Absatz von Wärmeerzeugern am deutschen Markt: 49.000 Wärmepumpen waren es im Jahr 2007.

Veranstaltungsorte sowie nähere Informationen gibt es unter www.waermepumpe.de.





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