Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert Biomasseforschung mit 50 Millionen Euro

  1. 18.04.2008 06:33
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Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat im Rahmen des Förderkonzepts "Grundlagenforschung Energie 2020+" den Schwerpunkt auf die energetische Nutzung von Biomasse gelegt. Dazu wurde die Förderinitiative "BioEnergie 2021 - Forschung für die Nutzung von Biomasse" ausgeschrieben, die mit 50 Millionen Euro für einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren gefördert wird. So sind nun Wissenschaftler und Forscher in den nächsten Jahren gefragt, Biokraftstoffe technisch verträglich und umweltschonend herzustellen.

"Forschung ist der Schlüssel dafür, dass Biokraftstoffe in Zukunft einen wesentlichen Beitrag für die Energieversorgung leisten können", so Staatssekretär Thomas Rachel. Gemeinsam soll an neuen Prozessen für die Verwandlung von Biomasse in Ökokraftstoff gearbeitet werden. Forscher und Wissenschaftler aus Hochschulen, der Wirtschaft und außeruniversitären Einrichtungen sind gefragt, pflanzliche und sonstige biologische Abfälle in Kraftstoffe der zweiten Generation zu verwandeln. "Diese Kraftstoffe lassen sich sowohl als Treibstoff im Auto als auch zum Gewinnen von Strom und Wärme nutzen", sagte Rachel und bezeichnet das Ptenzial dieser Kraftstoffe als riesig. Die Produktion von Biosprit wird nicht zu Lasten des Anbaus von Nahrungsmitteln gehen, da Bio-Abfälle zum Einsatz kommen.

Bereits vorhandene Technologien zur Nutzung von Biomasse sollen optimiert, Verfahren miteinander verknüpft werden (Kaskadennutzung). Auch sollen neue Verfahren entwickelt werden, um den begrenzt verfügbaren Rohstoff Biomasse so nachhaltig und effizient wie nur möglich energetisch zu nutzen.

Eines der Förderangebote richtet sich an Arbeitsgruppen unter Leitung von jüngeren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, deren Ziel es ist, langfristig angelegte Forschungsvorhaben mit völlig neuen Ansätzen zur Nutzung von Biomasse zu verfolgen. Arbeiten der BMBF-Förderinitiative sollen eng verzahnt mit laufenden Aktivitäten in den Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft, zum Beispiel im Forschungszentrum Karlsruhe, stattfinden. Dort wird im Moment an einem Verfahren gearbeitet, mit dem durch Pyrolyse und Vergasung von Biomasse synthetische Kraftstoffe mit gezielt einstellbaren Eigenschaften oder chemische Grundstoffe gewonnen werden können. Das Helmholtzzentrum für Umweltforschung (UFZ) beschäftigt sich in Forschungsarbeiten auch mit Aspekten einer agrarökonomischen- und ökologischen Betrachtung von Biomasseerzeugung.





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