Attac-Protest für eine soziale, demokratische, ökologische und konzernfreie Stromwirtschaft

  1. 05.05.2008 07:42
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Unter dem Motto "Keine Profite auf Kosten der Zukunft - RWE den Stecker ziehen" haben Aktivisten des globalisierungskritischen Netzwerkes Attac gegen RWE protestiert. Sie verlangen die Überführung des Stromriesen in öffentliche Hände. Attac setzt sich ein für eine dezentrale, demokratisch kontrollierbare Stromwirtschaft ein, die auf erneuerbaren Energien basieren soll. Weiterhin steht Attac für eine soziale Grundversorgung mit Strom.

Der Protest fand anlässlich der RWE-Hauptversammlung statt und wies auf gigantisch großen Medaillen auf die Kehrseiten der von RWE erzielten Spitzenrenditen hin: fehlende demokratische Kontrolle der Stromwirtschaft, unsoziale Tarife sowie umwelt- und klimaschädigende Technologien. Jutta Sundermann von der bundesweiten Attac-Stromkonzernkampagne "Power to the People" stellte fest: "Eine klimafreundliche und soziale Stromversorgung ist mit RWE nicht zu machen." Noch am Montag vor der Demo hatte Chef des Stromriesen RWE verkündet, dass der Stromlieferant weiterhin auf Kohle zur Stromerzeugung setzen wird. "RWE und die anderen Stromriesen orientieren sich ausschließlich an den kurzfristigen Profitinteressen der Aktionäre, der so genannten Shareholder. Den Preis zahlen die Mehrheit der Menschen und die Umwelt", so Jutta Sundermann.

Selbst nach Rekordgewinnen, die der Stromversorger RWE 2006 und 2007 einfahren konnte, müssen die Stromkunden immer mehr zahlen. Die Stromriesen RWE, E.On, Vattenfall und EnBW haben ihre Strompreise seit 2000 um 50% angezogen.

In Deutschland wird jährlich etwa 840.000 Haushalten der Strom abgeklemmt, weil die Stromkunden ihre Rechnung nicht mehr zahlen konnten. Die ärmsten 10% der Bevölkerung müssen ca. 8,4% des verfügbaren Nettoeinkommens für Haushaltsenergie wie Wärme und Strom ausgeben, die reichsten 10% nur 2,8%. "Die derzeitige Stromwirtschaft ist eine Umverteilungsmaschine von Arm zu Reich. Einer ihrer Motoren ist RWE", so Sabine Zimpel vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis.

Anfang des Jahres hatte Attac eine bundesweite Kampagne gegen die vier Stromriesen gestartet. Sie fordern ihre Enteignung und Zerlegung sowie Überführung in kleinere, direkt-demokratisch kontrollierbare Einheiten.

Mehr Infos: www.attac.de/energiekonzerne/cms/pages/fotos-amp-aktionsberichte.php





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