Das Bundesumweltministerium hat in Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt einen Leitfaden herausgebracht der helfen soll, umweltschädliche Einflüsse, die durch Konferenzen und andere Veranstaltungen entstehen, zu reduzieren. Es werden Punkte wie die An- und Abreise der Referenten und Besucher sowie der Verbrauch von Nahrungsmitteln, Papier, Wasser und Strom unter die Lupe genommen.
In zehn Handlungsfeldern werden die wichtigsten Aspekte beleuchtet: An erster Stelle steht die mit Veranstaltungen verbundene Reisetätigkeit. Weitere wichtige Punkte stellen die Themen Stromsparen und der verantwortungsvolle sparsame Umgang mit Wasser dar. Bewusster Umgang mit Rohmaterialien wie Papier sowie die Reduzierung der Abfälle sind weiter zu nennen. Bei der Versorgung mit Speisen und Getränken können die Veranstalter auf ökologisch angebaute Produkte setzen. Hat man als Besucher die Wahl, sollte diese unbedingt auf Bioware fallen, so tut man für sich und die Umwelt gleichermaßen etwas Gutes.
Die Erfahrungen, die das BMU und das UBA bei der Organisation der Veranstaltungen im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft und des G8-Vorsitzes im Jahr 2007 gesammelt haben, waren Grundlage des Leitfadens. Eine Umfrage ergab fast ausschließlich positive Reaktionen, der Großteil der Befragten bezeichnete den Leitfaden als sehr nützliche Arbeitshilfe. Eine aktualisierte Version liegt nun vor und kann bei der umweltgerechten Vorbereitung verschiedener Veranstaltungen aller Bereiche dienen, in der Politik, im Sport, in der Kultur oder der Wirtschaft. In der neuen Fassung wird auch auf das Umweltmanagement bei Großveranstaltungen eingegangen.
Die deutsche Fassung des Leitfadens kann abgerufen werden unter: www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3459.pdf
www.bmu.de/umweltgerechte-veranstaltungen.
Eine englische Fassung ist in Planung.