Die FDP-Fraktion schlägt vor, der Bundeswirtschaftsminister sollte den von
E.ON beschlossenen Verkauf seines Übertragungsnetzes als Steilvorlage nehmen, die Kontroverse mit der EU-Kommission über die Zerschlagung der Energiekonzerne beizulegen.
Zeigt der größte deutsche Stromkonzern Bereitschaft, sein Stromnetz zu verkaufen, so biete das die Gelegenheit, den
FDP-Vorschlag einer deutschen "Netz AG" zu verwirklichen. Die vier großen Stromkonzerne sollen in einer solchen "Netz AG" ihre Übertragungsnetze einbringen, was zu einer Auflösung der vier deutschen Regelzonen führen würde. Der beherrschende Einfluss der einzelnen Stromunternehmen auf das Übertragungsnetz würde brechen.
Anstatt weiterhin die Bemühungen der Kommission um mehr Wettbewerb anzugreifen, solle Herr Glos endlich in die Offensive gehen und den unverhältnismäßigen Vorstellungen aus Brüssel sachgerechte Lösungen entgegensetzen. Hierzu müsse das Gespräch mit den vier großen Übertragungsnetzbetreibern gesucht werden, um sie zu einer wegweisenden Lösung zu bewegen. Nur so kann der vorherrschende Stillstand in der Stromdebatte überwunden werden.