Die Betriebsräte von Vattenfall Europe Mining & Generation sehen die Volksinitiative gegen neue Tagebaue mit Besorgnis. Helmut Franz, der Gesamtbetriebsratsvorsitzende der Vattenfall Europe Mining AG warnt: "Die Volksinitiative gegen neue Tagebaue stellt einen kerngesunden Wirtschaftszweig im Land mittelfristig zur Disposition!"
Stromversorger Vattenfall ist der Ansicht, dass es selbstverständlich das gute Recht eines jeden Bürgers ist, eine entsprechende Volksinitiative anzustreben. Jedoch würden hier leider wie so oft die Themen Energieversorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit der Stromversorgung außer Acht gelassen. Regionalwirtschaftliche und arbeitsplatzpolitische Gesichtspunkte sowie die Wertschöpfung in der Lausitz würden nicht berücksichtigt.
Erneuerbare Energien tragen mit steigender Tendenz zum Energiemix bei. Jedoch reichen diese nicht aus, um Deutschland als Industrienation zuverlässig und lückenlos mit Strom zu versorgen. "Wir haben immer wieder die Frage gestellt, wie die Energieversorgung ohne fossile Energieträger sichergestellt werden soll", betont der Gesamtbetriebsratsvorsitzende der Vattenfall Europe Generation AG & Co. KG, Wilfried Schreck. Eine Antwort, woher der fehlende Strom kommen soll, war von den Vertretern der Volksinitiative nicht zu bekommen.
Am 15. Mai 2008 fand unter dem Motto "Zukunft mit Braunkohle" am Landtag in Potsdam eine Versammlung der Beschäftigten von Vattenfall sowie Vertrauensleuten der IG BCE statt, um ihre Position mit Nachdruck zu verdeutlichen.