Energieexperten erwarten für die kommenden Jahre einen explosionsartigen Anstieg der Kostenbelastung für den Verbraucher. Als Hauptgründe werden weltweit wachsende Nachfrage sowie die Verknappung fossiler Rohstoffe angeführt. Eine Dämpfung der Kosten könnte mit der Nutzung von Ökostrom aus Solarkraft erfolgen. Nach Angaben führender Solarforscher wird Solarstrom schon in etwa 7 Jahren billiger sein als konventioneller Strom. Solarstrom trägt also entscheidend zum Verbraucherschutz und zur Versorgungssicherheit bei.
Der Bundesverband Solarwirtschaft und der Bund der Energieverbraucher appellieren daher an die Politik, die Markteinführung der Solarenergie nicht zu gefährden, indem die Solarförderung gekappt wird. Die Koalitionsfraktionen des Bundestages werden in Kürze einen Gesetzesvorschlag von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel besprechen, der unter anderem die zukünftige Höhe der Solarförderung festlegt.
Die Solarwirtschaft weist Kritik bezüglich überhöhter Kosten der Markteinführung zurück. Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft: "Die Sonne stellt keine Rechnung und die Technologie zur Nutzung von Sonnenenergie wird jedes Jahr billiger. In spätestens sieben Jahren ist Solarstrom vom eigenen Dach günstiger als Gas- und Kohlestrom aus der Steckdose. Solarenergie weist den Weg aus der Kostenfalle!"
Die vorübergehende Anschubfinanzierung, die auf den Energiepreis aller Stromnutzer umgelegt wird, macht nach Berechnungen des BSW-Solar weniger als 1% der in den nächsten Jahren zu erwartenden Kosten jedes Durchschnittshaushaltes für den Bezug fossiler Energie aus. Im letzten Jahr betrug die monatliche Solarumlage nach Angaben des BSW-Solar rund einen Euro je Haushalt und Monat.
Der Bund der Energieverbraucher bezeichnet den schnellen Ausbau der Solartechnik als unverzichtbare Zukunftsinvestition. "Solarenergie ist einer der wichtigsten Verbraucherschützer der Zukunft. Jeder Energieverbraucher spürt, dass Benzin, Strom und Heizkosten unaufhaltbar teurer werden. Um den gravierenden Folgen der Ölverknappung zu entkommen, gibt es nur einen einzigen Ausweg: den schnellstmöglichen Ausbau erneuerbarer Energien", so Aribert Peters, Vorsitzender des Bunds der Energieverbraucher.
Schon heute kann jeder umweltfreundlichen Strom selbst erzeugen und somit einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Fast eine halbe Million deutscher Haushalte tun dies bereits, zum Teil auch als Beteiligungskonzepte in sogenannten "Bürgersolaranlagen". Viele Kommunen in ganz Deutschland fördern Bürgersolaranlagen und erhöhen damit ihren Anteil an sauberer Energie.
Der Solaranteil am deutschen Strommix soll bis 2050 rund ein Viertel ausmachen, so Schätzungen der Solarbranche. Energieexperten des wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung halten es für möglich, dass Solarenergie weltweit noch in diesem Jahrhundert die wichtigste Energiequelle werden wird.