EnergieAgentur.NRW: Adibiate Kühlung spart Strom und Geld

  1. 31.05.2008 09:00
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Glaubt man den Meteorologen, steht uns ein heißer Sommer bevor. Durch den Klimawandel ist selbst in sonst gemäßigten Klimazonen eine Hitzewelle denkbar. Umso mehr steht das Thema Raumkühlung auf dem Plan.

Herkömmliche Klimaanlagen sind recht energieintensiv und verursachen somit hohe Stromkosten. Besonders in großen Gebäuden wie Krankenhäusern, Industriehallen und Bürogebäuden bietet sich daher die adibiate Kühlung an. Diese nutzt Energie in Gebäuden effizient und verringert den CO2-Ausstoß, in dem Verdunstungskälte genutzt wird. Anders als bei herkömmlichen Klimaanlagen wird dazu kein zusätzlicher Strom benötigt.

Das Prinzip der adibiaten Kühlung ist einfach: Bei der Verdunstung von Wasser wird Energie aufgenommen, die der Luft entzogen wird. Die Luft kühlt dadurch ab. "Nicht anders als das nasse Handtuch, dass durch die Luft gewirbelt wird und dabei abkühlt", so Dipl.-Ing. Matthias Kabus von der EnergieAgentur.NRW.

Herkömmliche Klimageräte nutzen zur Kälteerzeugung in der Regel elektrische Kompressionskältemaschinen, die viel Strom verbrauchen. Das ist bei der adibiaten Kühlung nicht der Fall. Der größte Vorteil der adibiaten Kühlung liegt neben dem Stromsparen besonders in der Reduzierung der Betriebskosten: sie kostet nur rund ein Drittel.

Die adibiate Kühlung wird in der Klimatechnik erreicht, indem ein Luftstrom in einem raumlufttechnischen Gerät befeuchtet und damit abgekühlt wird. Ungesättigte Luft wird mit jedem Gramm Wasser, mit dem die Luft befeuchtet wird, um ca. 2,5°C abgekühlt.

Das am meisten eingesetzte Modell der adibiaten Kühlung ist die Abluftbefeuchtung mit Wärmerückgewinnung. Die Abluft wird zunächst befeuchtet und somit abgekühlt. Die so abgekühlte Abluft wird über ein Wärmerückgewinnungssystem (WRG) geleitet, dass mit dem Zuluftstrom verbunden ist. Durch das WRG-System wird dem Zuluftstrom Wärme entzogen und durch den Abluftstrom aufgenommen, wodurch sich der Zuluftstrom abkühlt. Eigentlich müsste man hier von einem "Kälterückgewinnungssystem" sprechen. Beim WRG-Systemen ist es wichtig, dass nur stoffdichte Systeme (i.d.R. Plattenwärmetauscher oder Kreislaufverbundsysteme) zum Einsatz kommen. Sonst wird die Zuluftfeuchte durch die Übertragung der Feuchte aus der Abluft zu stark erhöht.

Die Außenluft kann bis zu 10°C abgekühlt werden. Zwar kann dies bei extrem hohen Außentemperaturen keine maximale Kühlung erreichen, aber der empfohlene Temperaturunterschied zwischen Außentemperatur und Raumtemperatur von 6°C ist in der Regel realisierbar.






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