Die drei Schornsteine des Heizkraftwerkes Reuter in Berlin-Spandau werden zurzeit durch den Stromversorger Vattenfall abgetragen. Die in den Jahren 1930 und 1942 erbauten Schornsteine des Kraftwerks sind mittlerweile nicht mehr sicher. Statische Untersuchungen hatten ergeben, dass die Standsicherheit nicht mehr gegeben war. Die 110m hohen Schornsteine des Heizkraftwerkes waren bereits in Netze gehüllt, um das Herabfallen von Putzteilen zu verhindern. Zum Betrieb des Kraftwerkes werden diese Schornsteine nicht mehr benötigt, Stromversorger Vattenfall führt die bei der Stromproduktion anfallenden Rauchgase schon seit Jahren über einen Schornstein mit eigener Rauchgasreinigungsanlage ab.
Die Bauwerke verschwinden in einem Spezialverfahren Stück für Stück aus dem Berliner Stadtbild. Die Untere Denkmalschutzbehörde hat die entsprechende Abbruchgenehmigung erteilt. Für den Rückbau sind rund 2 Monate pro Schornstein geplant. Dafür müssen täglich zwei bis drei Meter Material entfernt werden. Die Arbeiten sollen bis zum Ende dieses Jahres abgeschlossen sein. Zu Problemen oder Beeinträchtigungen bei der Stromerzeugung wird es während der Bauzeit nicht kommen, betonte der Stromversorger.