Nach aktuellen Zahlen des statistischen Bundesamtes ist die Zahl der BAföG-Empfänger 2007 im Vergleich zum Vorjahr geringfügig zurück gegangen. Der Anteil der Personen, die mit dem höchst möglichen Betrag gefördert wurden, stieg dagegen um einen Prozentpunkt.
Annette Schavan, Bundesbildungsministerin, sieht ihr hochschulpolitisches Konzept bestätigt: "Die BAföG-Erhöhung in diesem Monat kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. Die Zahl der Geförderten wird deutlich steigen, in etwa um 100.000, ebenso die Fördersätze. Es ist erfreulich, mit objektiven Zahlen belegen zu können, dass wir zum im richtigen Zeitpunkt die notwendigen Investitionen in die Bildung getätigt haben."
2007 erhielten etwa 806.000 Auszubildende eine BAföG-Förderung, davon etwa 495.000 Studierende und 311.00 Schüler. Die Höhe des durchschnittlichen Förderbetrages ist mit 375 Euro für Studierende und 301 Euro für Schüler konstant geblieben.
Schavan weiter: "Bei der Ausbildungsförderung haben wir eindeutig die richtigen Schwerpunkte gesetzt - trotz der Herausforderung, den Haushalt zu konsolidieren. Mit der erfolgten BAföG-Anhebung zum kommenden Semester und den spürbaren Verbesserungen insbesondere für Auszubildende aus Migrantenfamilien oder mit Kindern haben wir wichtige Schritte in die richtige Richtung getan."
Zugleich machte sie deutlich, dass es sich hier nur um ein Stück der hochschulpolitischen Gesamtstrategie der Bundesregierung handelt. "Neben individuellen Finanzhilfen kommt es darauf an, ein ausreichendes Studienangebot zu sichern, um allen, die willig und fähig sind, ein Hochschulstudium zu ermöglichen. Hierfür haben wir gemeinsam mit den Ländern im Hochschulpakt die Weichen gestellt", so Schavan weiter.
Gemäß Bund und Ländern soll die Förderung über 2010 hinaus fortgeführt werden. Die Bundesregierung unterstützt zudem die Absicht der Länder, die bisherige Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) zu einer Serviceagentur umzugestalten und somit das Studienangebot transparenter zu gestalten. Außerdem soll die Vermittlung zwischen Studienplatzangebot und -nachfrage verbessert werden.
Schavan fordert als weiteres wichtiges Ziel mehr Transparenz im Bildungssystem. Das BMBF bietet mit den neuen "Aufstiegsstipendien" besonders qualifizierten Berufstätigen einen Anreiz, ein Hochschulstudium aufzunehmen. "Damit wird die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Ausbildung erhöht, die Aufstiegschancen werden verbessert", so die Bundesbildungsministerin.