Die Bevölkerung wird immer älter, die Zahl der Pflegebedürftigen nimmt zu. Das Statistische Bundesamt schätzt, dass bis im Jahr 2030 drei Millionen Personen pflegebedürftig sein werden. Heute sind es 2,1 Millionen.
Auf die gesetzliche Pflegeversicherung werden auf Grund dieser Veränderungen massive finanzielle Probleme zukommen. Dieser werden dann in Folge zu Leistungskürzungen oder Beitragssteigerungen führen. Das jetzige System deckt dazu nur die Grundversorgung ab, was für über 25% der Bewohner von Pflegeheimen zusätzlich bedeutet, dass sie auf Sozialhilfe angewiesen sind.
Die Debeka Krankenversicherung ist derzeit der größte Träger der privaten Pflegepflichtversicherung in Deutschland. Debeka-Chef Uwe Laue erklärt: "Die Notwendigkeit einer zusätzlichen Absicherung wird noch erheblich steigen und die private Vorsorge für den Pflegefall ist unerlässlich." Daran werde auch die jüngste Reform der Pflegeversicherung und die Erhöhung der Beiträge nichts ändern. Ohne mehr private Eigenvorsorge, so Laue weiter, drohe sehr vielen Menschen aufgrund der finanziellen Lage eine Altersarmut mit dramatischen Folgen.
Pflegeheime kosten viel Geld, eine Unterbringung dort ist teuer: 3.000 Euro pro Monat und mehr sind keine Seltenheit. Auch wenn die gesetzliche Pflegeversicherung Pflicht für alle gesetzlich und privat Krankenversicherten ist, so deckt sie bei weitem nicht die Kosten. Nicht einmal bei Gründung 1995 war dem so.
Bei vollstationärer Pflege erhält ein Pflegebedürftiger im Rahmen der gültigen Pflegesätze für allgemeine Pflegeleistungen und für soziale Betreuung momentan bis zu 1.470 Euro monatlich (in besonderen Härtefällen bis zu 1.750 Euro). Der Rest muss aus eigener Rente, dem Vermögen des Pflegebedürftigen oder gar durch Kinder gedeckt werden, die dann als Unterhaltspflichtige für die Kosten aufkommen müssen.
Eine private Pflegezusatzversicherung kann viele Probleme von vorneherein vermeiden: Die Belastung der eigenen Kinder oder der Abstieg zum Sozialfall ist dann nicht mehr zu befürchten.
Eine solche private Pflegezusatzversicherung leistet je nach Pflegestufe zum Beispiel ein vertraglich festgelegtes Tagegeld, das auch zur Deckung weiterer Kosten herangezogen werden kann. Eine Pflege-Zusatzversicherung ist vor allem für diejenigen interessant, die davon ausgehen, später zu Hause und überwiegend durch Angehörige versorgt zu werden, denn mit dem Tagegeld lassen sich die Aufwendungen für die Inanspruchnahme von Dienstleistungen zur Bewältigung des täglichen Lebens, wie die Bezahlung eines Helfers für den Einkauf von Lebensmitteln oder die Begleitung und das Schieben im Rollstuhl, bezahlen.
Ein 30jähriger Mann kann für 17,60 Euro im Monat vorsorgen, um später ein monatliches Pflegegeld in Höhe von 1.500 Euro zu bekommen. Frauen gleichen Alters zahlen für die gleiche Leistung 25,40 Euro.
Der Versicherungsschutz der Pflege-Zusatzversicherung der Debeka erstreckte sich bisher auf die Pflege in Deutschland. Dies wurde nun geändert, sodass künftig das Pflegegeld auch bei einem Aufenthalt in anderen Staaten des europäischen Wirtschaftsraums (EWR) gezahlt wird. Dazu zählen die EU-Staaten sowie Island, Lichtenstein, Norwegen und die Schweiz.