ÖKO-TEST: Betriebliche Altersvorsorge oft kein gutes Geschäft

  1. 15.09.2008 11:30
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Angestrebtes Ziel von Direktversicherungen der betrieblichen Altersvorsorge sollte es sein, die Rente der Arbeitnehmer aufzubessern und im Zuge dessen Steuern und Sozialabgaben zu sparen. Doch leider sind viele dieser Direktversicherungen für die Versicherten kein gutes Geschäft. Denn auch wenn viele Versicherungsunternehmen gut wirtschaften und die prognostizierten Renten tatsächlich zahlen, müssten die Versicherten bis zu 125 Jahre alt werden, um eine angemessene Verzinsung der Beitragszahlungen zu erreichen.

ÖKO-TEST hat insgesamt 528 Versicherungstarife 30 verschiedener Versicherer überprüft. Die Verzinsung lag dabei meist knapp unter bis höchstens knapp über der aktuellen Inflationsrate von 3,3%.

Lassen sich die Versicherten bei Rentenbeginn das angesparte Kapital auf einmal auszahlen anstatt sich monatliche Renten zahlen zu lassen, kann es günstiger werden. Entscheidet man sich für diesen Weg, verfahren viele Versicherer zwar legal, aber moralisch nicht vertretbar: Sie erstatten die bereits einbehaltenen Verwaltungskosten für Rentenzahlungen nicht, behalten also Geld für Leistungen ein, die nicht erbracht werden.

Männer und Frauen, die mit der betrieblichen Altersvorsorge erst mit 50 Jahren beginnen machen einen besonders schlechten Schnitt. Aufgrund der kurzen Ansparphase können die überdurchschnittlich hohen Verwaltungskosten nicht mehr ausgeglichen werden.

Auch drohen massive Einbußen, wenn man den Arbeitgeber wechselt: Einem 35-Jährigen können auf diese Weise von insgesamt eingezahlten 4.200 Euro bis zu 3.013,20 Euro - das sind fast 72 % der Beiträge - verloren gehen.

In der aktuellen September-Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins sind die kompletten Testergebnisse nachzulesen. Das Heft ist für 3,80 Euro bundesweit im Zeitschriftenhandel erhältlich.

Weitere Informationen: http://presse.oekotest.de






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