Vor dem Kraftwerk Jänschwalde, das von Stromversorger Vattenfall betrieben wird, demonstrierten am 13.09. mehrere umweltpolitische Gruppen pro Klimaschutz und contra Braunkohleverstromung.
Während der Stromgigant Vattenfall die Forderung nach mehr Engagement für den Klimaschutz unterstützt, hält er das Motto des Aktionstages „Klima schützen - Kohle stoppen“ nicht nur für falsch, sondern potentiell gefährlich, was die Sicherheit der Strom- und Wärmeversorgung der Privathaushalte und Unternehmen angeht.
Der Vorstandsvorsitzende von Vattenfall Europe Mining & Generation Reinhardt Hassa hierzu: „Vattenfall übernimmt Verantwortung für den Klimaschutz und ist an einem konstruktiven Dialog über die künftige Energieversorgung mit allen Akteuren interessiert. Zwischen Braunkohlenutzung und globalem Klimaschutz sehen wir jedoch keinen Widerspruch. Vielmehr sind Investitionen in moderne Kraftwerkstechnik, die Entwicklung der CO2-Abscheidung und erneuerbare Energien unsere nachhaltige Antwort auf die globale Erderwärmung.“
Die Vattenfall-Gruppe operiert europaweit und hat sich das Ziel gesetzt, Kohlendioxid-Emissionen bis zum Jahr 2030 im Vergleich zu 1990 um 50% zu reduzieren. Die Stromproduktion auf Kohlebasis soll auf der einen Seite durch CO2-Abscheidung und -Speicherung klimafreundlicher werden. Auf der anderen Seite sollen massive Investitionen in Erneuerbare Energien zur sauberen Stromgewinnung erfolgen, vor allem in Off-Shore-Windkraftwerke.
Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung: Stromproduzent Vattenfall beteiligt sich rege am nationalen und internationalen Klima-Dialog. Darüber wurde von Vattenfall die internationale Unternehmensinitiative Combat Climate Change (3C) initiiert und mit der Weltkarte des Klimaschutzes ein Modell zur weltweiten und kostengünstigen Reduktion von CO2-Emissionen vorgelegt.
Unterstützer der Braunkohlenutzung waren mit einem Informationsstand bei der Veranstaltung vertreten. Ihr Motto: „Lausitzer Braunkohle - Energie für Generationen“. Vertreter des Stromgiganten Vattenfall sowie der IG BCE, der Bürgermeister, Unternehmer und Vertreter von Wirtschaftsverbänden standen als Ansprechpartner zur Verfügung.
Vattenfall Europe Mining & Generation bot auf der Veranstaltung Biofleisch- und Tofuwürstchen an. Jeder Euro, der eingenommen wurde, wurde durch Vattenfall verdoppelt. Der Erlös kommt dem parteiübergreifenden "Cottbuser Aufbruch - Aktionsbündnis für ein gewaltfreies tolerantes Miteinander" zugute.