Der Verbraucherpreisindex ist laut Destatis – dem statistischen Bundesamt in Wiesbaden – im August gegenüber dem Vorjahresmonat zwar um 3,1% gestiegen, jedoch im Vergleich zum Vormonat um 0,3% gesunken.
Die Inflationsrate wird auch im August massiv von den Preiserhöhungen im Bereich Strom, Wärme, Gas und Öl sowie im Bereich der Lebensmittel beeinflusst. Die beiden Güterbereiche Energie und Essen haben im August etwa zwei Drittel der gesamten Teuerung zu verantworten.
Im Bereich Energie sind vor allem die Preis für Mineralölerzeugnisse massiv gestiegen: Leichtes Heizöl verteuerte sich um + 43,4%, für Kraftstoffe waren 11,4% mehr zu zahlen. Da die Weltmarktpreise für Rohöl jedoch gesunken sind, wurden die Spitzenwerte der Teuerungsrate aus dem Vormonat Juli 2008 nicht erneut überschritten. Auch die anderen Haushaltsenergien haben sich stark verteuert: Gas: + 10,2% und Strom: + 7,1%.
Hätte man die Preisentwicklung für Energie und Kraftstoffe nicht in die Berechnung mit einbezogen, läge die Teuerung lediglich bei 1,9%.
Preise für alkoholfreie Getränke und Nahrungsmittel stiegen im Schnitt um 6,9% gegenüber dem Vorjahr.
Die Preisentwicklung für langlebige Gebrauchsgüter hingegen entwickelt sich positiv, im Schnitt war eine Preissenkung um 0,5% zu beobachten. Erheblich billiger wurden vor allem
Informationsverarbeitungsgeräte mit 16.1%. PCs wurden 24% billiger, Laserdrucker 13,0%, Foto- und Filmausrüstungen 12,2%, Digitale Kameras 15,5% und Fernsehgeräte 19,5%.
Der Rückgang von 0,3% gegenüber dem Vormonat ist hauptsächlich auf die Preisrückgänge für Mineralölprodukte zurückzuführen: Die Kraftstoffpreise sanken binnen Monatsfrist erheblich um 6,1% (darunter Dieselkraftstoff: 7,7% und Superbenzin: 5,5%), leichtes Heizöl verbilligte sich sogar um 10,5%.
Der HVPI, der für europäische Zwecke berechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex für Deutschland, lag im August 2008 um 3,3% höher als im August 2007. Im Vormonatsvergleich fiel der Index um 0,4%.
Weitere Informationen:
www.destatis.de/publikationen (Suchwort "Verbraucherpreisindex")