Kfz-Versicherungen immer häufiger online

  1. 24.09.2008 07:11
  2. Versicherung (allgemein)
  3. Tarifeverzeichnis

Viele Kunden versichern sich heutzutage direkt, ohne Makler oder Vertreter. Der Direktversicherungsmarkt wächst, vor allem auch im Internet. Im internationalen Vergleich hinken die Deutschen allerdings dem Spitzenreiter Großbritannien hinterher. CosmosDirekt hat beim Sozialversicherungsinstitut GEWIS eine Umfrage in Auftrag gegeben, laut der die Bereitschaft zum Online-Abschluss auch bei uns steigt. 31 Prozent der 1058 Befragten zwischen 18 und 65 Jahren können sich vorstellen, im Internet eine Kft-Versicherung abzuschließen. Bereits getan haben dies vier Prozent. Im Vergleich sind die Männer dabei Internet-affiner, bei ihnen liegt der Anteil bei fünf Prozent und immerhin 38 Prozent ziehen es in Erwägung. Frauen sind da vorsichtiger: Lediglich 23 Prozent können sich den Online-Abschluss vorstellen und nur zwei Prozent haben bereits eine Police online gekauft.

Peter Stockhorst, Vorstandsvorsitzender von CosmosDirekt über den Internetmarkt: "Bereits heute ist rund die Hälfte unseres gesamten Geschäftes über alle Sparten internet-induziert - Tendenz steigend."

Bis 2011 soll es bei den Online-Abschlüssen im so genannten "Nichtleben-Bereich" einen Zuwachs von über 70 Prozent geben. Dies prognostizierte bereits die Europäische Direktversichererstudie 2007, ebenfalls im Auftrag von CosmosDirekt. In Großbritannien würde schon jetzt fast jeder Zweite eine Versicherung online abschließen, dazu Stockhorst: "Der Kfz-Markt in Großbritannien ist preisbestimmt und deutlich stärker in Bewegung als in den übrigen Ländern. Die Autofahrer müssen jährlich neue Verträge abschließen und sich daher ständig informieren und vergleichen. Dadurch agieren sie im Kfz-Versicherungsbereich viel selbstbewusster."

Den Deutschen zählt ihre Privatsphäre mehr als die günstigen Tarife. In Großbritannien ist es üblich, dem Versicherungsanbieter zahlreiche Informationen, z.B. über genutzte Wegstrecken oder Verkehrssünden zu geben, um so einen günstigeren Tarif zu bekommen. Dazu wären laut der Umfrage auch die Deutschen bereit, allerdings sind Fragen zur Person und zu den Einkommensverhältnissen verpönt. Nahezu alle Befragten würden ihre Autofarbe oder ihr Punktekonto preisgeben. Ob sie rauchen oder wie viel sie verdienen, wollen aber nur 32 bzw. 21 Prozent verraten. Besonders zurückhaltend sind dabei interessanterweise die Männer: Während 29 Prozent der Frauen kein Problem damit haben, ihr monatliches Einkommen offen zu legen, sind rund 86 Prozent der Männer dazu nicht bereit.




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