Privatpatienten sollten sich kostenbewusst verhalten. Wer nicht krank wird, hat eine Chance auf eine Beitragsrückerstattung. 432.000 Kunden der Debeka Krankenversicherung, die im Jahr 2007 keine Rechnungen eingereicht haben, bekamen in den letzten Tagen insgesamt über 300 Millionen Euro überwiesen.
Auch für das Jahr 2008 wird es Rückerstattungen bei Leistungsfreiheit geben. Wer voll versichert ist und der Kasse keine Kosten verursacht, wird vier Monatsbeiträge zurückerhalten. Kerngedanke der Ausschüttungen ist das Prinzip der Gegenseitigkeit. Nicht verbrauchte Beiträge sollen in Leistungen für die Mitglieder umgesetzt werden.
Die Debeka ist mit ihrem Prinzip Vorreiter: Beitragsrückerstattungen in Höhe von vier Monatsbeiträgen (oder sogar sechs bei Ausbildungstarifen) ab dem ersten leistungsfreien Jahr bietet sonst keine Krankenkasse. Auch wenn Familienangehörige, die Leistungen in Anspruch nehmen, bei ihnen mitversichert sind, können gesunde Versicherte ihre Beiträge zurückerhalten, da die Auszahlung für jede anspruchsberechtigte Person erfolgt. Fast jeder dritte Berechtigte erhielt für das Jahr 2007 eine Beitragsrückerstattung, darunter 47.000 Senioren.
Für Uwe Laue, Vorstandschef der Debeka Kranken, ist das Rückerstattungsmodell der Hauptgrund für das gute Abschneiden der Debeka beim Kundenmonitor der Service-Barometer AG: "Ist ein Debeka-Versicherter krank, so erhält er Versicherungsleistungen auf höchstem Niveau. Ist er gesund oder zahlt er kleinere Rechnungen aus eigener Tasche, so erstatten wir ihm einen Großteil seiner Beiträge. Mit unserer Beitragsrückerstattungspolitik tragen wir auch zur Senkung unserer Verwaltungskostenquote bei, die mit 1,46 Prozent ein historisch niedriges Niveau erreicht hat."