Nur 11 Prozent berücksichtigen bisher die Abgeltungssteuer

  1. 25.09.2008 09:35
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In einer Umfrage unter 1.500 Befragten ab 14 Jahren, die die Deutschen Bank, 100 Tage vor Einführung der Abgeltungssteuer, in Auftrag gab, gaben 66 Prozent der Deutschen an, schon einmal von dieser Steuer gehört zu haben. Das sind immerhin 9 Prozent mehr als noch im Mai. 60 Prozent der Befragten lassen sich in ihrem Anlageverhalten allerdings nicht davon beeinflussen. Eine größere Rolle bei der Geldanlage spielt die Abgeltungssteuer erst für 11 Prozent der Deutschen. Damit entgehen vielen Anlegern unter Umständen wichtige Steuervorteile.

Ab Januar 2009 werden Kapitalerträge mit mindestens 25 Prozent Steuer, unabhängig vom persönlichen Steuersatz "abgegolten". Alle Kursgewinne aus vor Silvester gekauften Aktien bleiben hingegen wie gehabt bei einer Haltedauer von mehr als 12 Monaten steuerfrei.
Die Umfrage zeigt auch, dass 80 Prozent der Deutschen von ihrer Bank Informationen und Beratung zur Abgeltungssteuer erwarten (55 Prozent nannten ihren Bankberater, 47 Prozent die Bank). Darauf folgen der Steuerberater (31 Prozent) und die Medien (27 Prozent).
Dr. Hans Martin Kraus, Leiter Personal Banking Deutschland der Deutschen Bank rät zu einem Beratungsgespräch: "Eine Neuausrichtung der Anlagen oder der Depotstruktur, die noch im Jahr 2008 vorgenommen wird, kann Rendite bringen und Steuervorteile sichern."

Dennoch planen derzeit nur 22 Prozent der Befragten eine Umstrukturierung ihrer Geldanlagen, für Kraus ein Fehler: "Wer jetzt nicht handelt, riskiert Geld zu verschenken. Mindestens einmal im Jahr sollte ohnehin überprüft werden, ob die aktuelle Anlagestrategie noch mit der individuellen Finanzplanung übereinstimmt und das passende Rendite-Risiko-Profil aufweist."

Als eine mögliche Anlagestrategie nennt Kraus den "Core-Satellite"-Ansatz. Dieser sieht vor, einen Teil des Vermögens sehr langfristig zu investieren und ihn mit kurzfristigeren Anlagen zu ergänzen, die auf aktuelle Marktentwicklungen reagieren und von ihnen profitieren können. "Alternativ kann eine Vermögensverwaltung interessant sein, bei der notwendige Anpassungen und Umschichtungen durch die Bank steuerneutral vorgenommen werden."







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