DGUV: Integration schwerbehinderter Arbeitnehmer zentrale Herausforderung

  1. 24.09.2008 10:01
  2. Strom
  3. Tarifeverzeichnis

Vom 22. bis 24. September 2008 stehen Menschen mit Behinderungen oder gesundheitlichen Einschränkungen auf dem 4. Internationalen Forum Disability Management in Berlin im Mittelpunkt. Zentrale Herausforderung des Forums ist es, gehandicapten Menschen bessere Chancen auf Teilnahme am Arbeitsleben zu geben. Gastgeber des Forums sind das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV).

Bundesministers für Arbeit und Soziales, Olaf Scholz und der Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Klaus Hinne haben am 22.09. zu diesem Symposium den Startschuss gegeben. Fachleute aus der ganzen Welt diskutieren in diesen Tagen über Strategien, um Hindernisse für die Beschäftigung von kranken und behinderten Menschen zu überwinden und die Prävention am Arbeitsplatz zu verbessern.

"Disabiltiy Management ist Programm und als Dienstleistung ein Instrument zur Erhaltung der Beschäftigungsfähigkeit von Arbeitnehmern in einer älter werdenden Gesellschaft", so der Tagungspräsident des Forums, Franz Thönnes. "Der demographische Wandel und die Veränderungen in der Arbeitswelt erfordern mehr Anstrengungen für gute und gesunde Arbeit. Wer dennoch krank wird, dem soll kompetent und schnell geholfen werden, wieder in das Arbeitsleben zurückkehren zu können." Schon 2004 habe daher der Gesetzgeber das betriebliche Eingliederungsmanagement eingeführt, um allen Beschäftigten, die im Jahr länger als sechs Wochen arbeitsunfähig sind, professionelle Hilfen vom Unternehmen anzubieten.

Staat, Sozialversicherungsträger und Sozialpartner in Deutschland verstärken hier ihr Engagement, schaffen Voraussetzungen für mehr Beratung und maßgeschneiderte Angebote.

Neben Diskussionen und Symposien wird darüber hinaus mit der Initiative "Neue Qualität der Arbeit" (INQA) eine Partnerschaft etabliert, die gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen mit den wirtschaftlichen Interessen der Unternehmen verbindet.

Der zweite Tagungspräsident des Forums, DGUV-Hauptgeschäftsführer Dr. Joachim Breuer, verwies auf die guten Erfahrungen der Berufsgenossenschaften und Un-fallkassen, wenn es um die Wiedereingliederung von Versicherten nach Berufskrankheiten und Arbeitsunfällen geht. In gut 90% der Fälle gelang es 2007, dem Versicherten den Arbeitsplatz zu erhalten und ihn wieder einzugliedern. Dies ist unter anderem auch der guten Arbeitsmarktlage zu verdanken. "Diese Erfahrungen zeigen, welches Potenzial das frühzeitige und professionelle Management von Erkrankungen bietet," so Breuer.

Aktuelle Zahlen der Rentenversicherung zeigen jedoch, dass man sich noch lange nicht auf dem Erreichten ausruhen kann: Im vergangenen Jahr gingen fast 160.000 Menschen früh in Rente. Zahlen der Betriebskrankenkassen belegen, dass die Kosten für arbeitsbedingte Frühberentung etwa zehn Milliarden Euro jährlich betragen.

Auch die Situation der schwerbehinderten arbeitswilligen Menschen ist verbesserungswürdig. Im August 2008 gab es knapp 170.000 schwerbehinderte Arbeitslose.

Im Forum werden in den drei Tagen viele wichtige Fragen im Zusammenhang mit betrieblicher Eingliederung, der Rolle der gesetzlichen und privaten Renten- und Krankenversicherungen und der Diskrepanz zwischen dem Eingliederungsmanagement großer Unternehmen im Gegensatz zu kleinen und mittelständischen Firmen behandelt.





08.05.Energiepolitik muss endlich zur Chefsache werden
26.04.Weniger Stromverbrauch zum Anfang des Jahres
18.04.Strompreise um 2,5 Porzent gestiegen
12.04.Photovoltaikanlagen stehen weiter hoch im Kurs
10.04.E.ON Strompreise werden zur Jahresmitte teurer