FDP: Kritik an Koalition – Geringverdiener wird Anreiz zur privaten Altersvorsorge genommen

  1. 29.09.2008 11:56
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Die FDP kritisiert heftig, dass ihr Antrag zur Vermeidung von Altersarmut durch Anrechnungsfreibeträge in der Grundsicherung durch die Koalition abgelehnt wurde. Private Altersvorsorge lohnt sich nach Worten des sozialhilfepolitischen Sprechers der FDP, Jörg Rhode, für Geringverdiener nicht wirklich, wenn am Ende ohnehin nur die Grundsicherung übrig bleibt.

Die FDP hatte gefordert, dass jeder, der privat in Form von Rentenversicherungen, Rentenfonds und Lebensversicherungen für das Alter vorsorgt, am Ende natürlich mehr übrig haben muss als diejenigen, die nicht vorgesorgt haben. Leider ist dies jedoch zur jetzigen Zeit nicht der Fall.

Der von der Koalition abgelehnte FDP-Antrag sah vor, dass private und betriebliche Altersvorsorge für Grundsicherungsbezieher teilweise anrechnungsfrei bleiben soll. Für Geringverdiener ist es schwer, mit ihrem kleinen Einkommen aus gesetzlicher Rente und privater Vorsorge über das Grundsicherungsniveau zu kommen. Bei einem Verdienst von 1.850 Euro muss nach heutigen Werten mindestens 35 Jahre lang in die Rentenversicherung eingezahlt werden, um das Grundsicherungsniveau zu erreichen. Da das gesetzliche Rentenniveau in 20 Jahren deutlich niedriger sein wird, wird dies auch mit erheblich längeren Einzahlfristen einhergehen.

Das führt dazu, dass viele Bezieher geringer Einkommen keinen Anreiz dazu sehen, in eine private Rentenversicherung zu investieren, weil am Ende genau so viel für sie rausspringt wie bei denjenigen, die keine private Altersvorsorge betrieben haben.





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