Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat die Krankenhausfinanzierung heftig kritisiert. Diese Kritik hält der Deutsche Gewerkschaftsbund für haltlos und verfehlt.
Eine aktuelle Untersuchung des BKK-Bundesverbandes hat gezeigt, dass arbeitsbedingte Erkrankungen massive volkswirtschaftliche Kosten von insgesamt fast 44 Milliarden Euro verursachen.
Dazu DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach: "Die Gesetzliche Krankenversicherung wird jedes Jahr um mindestens zwei Milliarden Euro durch arbeitsbedingte Erkrankungen belastet. Statt die ohnehin sehr maßvolle Finanzspritze für die Krankenhäuser mit Wortgewalt zu kritisieren, sollten die Arbeitgeber dafür sorgen, dass die Beschäftigten nicht durch ihre Arbeit krank werden. Davon könnten die Beitragszahlerinnen und -zahler in doppelter Weise profitieren."
Die Finanzspritze für die Krankenhäuser ist nach Ansicht des DGB das absolute Minimum. Buntenbach weiter: "Ein Hauptproblem ist, dass die Länder ihren Verpflichtungen nicht ausreichend nachkommen und es zu einem riesigen Investitionsstau gekommen ist, der sich zunehmend zu Lasten der Beschäftigten in den Krankenhäusern auswirkt."
Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt fordert eine Erhöhung des Wettbewerbs. Der DGB hält dagegen, dass dieses Vorhaben nichts anderes sei als eine verkappte Privatisierung, die in den vergangenen Jahren bereits 100.000 Arbeitsplätze gekostet habe und zu Lasten der Gesundheitsversorgung gehe.