Energiekostensenkung durch solare Sanierung

  1. 07.10.2008 09:28
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Der Einsatz von Solarenergie verringert CO2-Emissionen, reduziert die Kosten für Heizung und Warmwasser und senkt den Verbrauch fossiler Energien. Mieter profitieren durch niedrigere Wohnkosten, da die solare Heizungsmodiernisierung auch im Wohnungsbestand funktioniert. Für den Deutschen Mieterbund (DMB) und den Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) sind dies die zentralen Ergebnisse eines jetzt abgeschlossenen solaren Sanierungsprojektes in Berlin-Reinickendorf.

In sieben Gebäude und 304 Wohneinheiten im Nahwärmeverbund der Wohnanlage der Wohnungsgenossenschaft Märkische Scholle wurde die zentrale Kesselerneuerung durch den Einbau von Sonnen-Kollektorenfeldern und moderner Regeltechnik ergänzt. Auch die bisherige dezentrale Warmwasserversorgung durch Gasdurchlauferhitzer wurde auf die zentrale Versorgung unter Einbindung von Solarenergie umgestellt. Diese Maßnahmen senkten die Heizkosten um rund ein Drittel, den Energieverbrauch um ein Viertel und die CO2-Emissionen um ein Fünftel.

"Durch den Einsatz von Solarwärme konnten die Kosten für Heizung und Warmwasser um rund ein Drittel gesenkt werden. Solarwärme rechnet sich in der Wohnungswirtschaft und leistet einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz. Die Kostenersparnis kommt unserer Genossenschaft und unseren Mietern gleichermaßen zu Gute", so Jochen Icken, Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Märkische Scholle.

Durch ständig steigende Preise bei Gas und Heizöl ist es gerade im Wohnungsbestand erforderlich, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen abzubauen. Solare Sanierungsmaßnahmen können Mieter und Vermieter gleichermaßen entlasten. Dies wurde auch durch vergleichbare Projekte im ganzen Bundesgebiet bestätigt und spielt für den Deutschen Mieterbund e.V. eine entscheidende Rolle beim Einsatz erneuerbarer Energien und energetischer Modernisierung im Wohnungsbestand. Mieterbund-Präsident Dr. Franz-Georg Rips: "Investitionen in solarmodernisierte Wohnungen sind für Vermieter und Mieter gleichermaßen sinnvoll. Durch Modernisierungen und niedrigere Heizkosten eröffnen sich für Vermieter Spielräume bei der Kaltmiete, und ihre Immobilie bleibt konkurrenzfähig. Für Mieter ist die Entwicklung der Gesamtmiete von entscheidender Bedeutung. Wer 33 Prozent weniger Heizkosten zahlen muss, akzeptiert eine Mieterhöhung, mit der elf Prozent der Modernisierungskosten umgelegt werden. Wichtig für Mieter ist, dass unter dem Strich die Warmmiete nicht steigt, sondern sogar sinkt." Bei der Märkischen Scholle verzichtete man darauf, die Kaltmiete durch eine Umlegung der Modernisierungskosten zu erhöhen.

Auch Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft, sieht dieses Projekt als beispielhaft an: "Richtig geplante solare Sanierungen sind echte Win-Win-Situationen für Investoren, Mieter und Umwelt. Leider heizen immer noch zu wenige Wohnungsbaugesellschaften mit Hilfe der Sonne. Angesichts weiter steigender Heizkosten und immer mehr guter Beispiele dürfte sich dies jetzt ändern."

Bundeszuschüsse aus dem Marktanreizprogramm des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sowie regionale Förderprogramme sind ein guter Weg zu mehr Solarthermie. Mit dem Programm Erdgas & Solar XXL unterstützt die GASAG den Einsatz erneuerbarer Energietechnik in Berlin.

"Solarwärme ist die regenerative Energie Nr. 1 für eine Großstadt wie Berlin", so Dr. Henning Borchers Hauptabteilungsleiter Handel und Vertrieb GASAG: "Tausende Mehrfamilienhäuser mit geeigneten Dachflächen bilden ein enormes Einsatzpotenzial für die Kombination von Solarwärme mit dem CO2-armen fossilen Energieträger Erdgas. Der Berliner Senat hat als Schirmherr der GASAG-Initiative das enorme Potenzial für Solarwärme im Mietwohnungsbau klar erkannt und forciert deren Einsatz."

71 Anträge auf Förderung von Machbarkeitsstudien durch Planungsbüros sind innerhalb eines Jahres bei der GASAG eingegangen, der Anteil kommunaler Wohnungsunternehmen beträgt dabei über 50 Prozent.




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