Zahnmedizinische Versorgung wird durch Billigkassen ausgebremst

  1. 17.10.2008 16:59
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Berlin, 14. Oktober 2008 – Die Bundesknappschaft und andere Krankenkassen kündigen an, in 2009 nach der Einführung des Gesundheitsjahr Überschüsse an ihre Mitglieder auszuschütten. Der Vorsitzende des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), Dr. Jürgen Fedderwitz, kommentierte dieses Vorhaben heute mit folgenden Worten: "Eine Reihe von Krankenkassen setzt die Versorgung der Versicherten aufs Spiel. Sie stellen seit Jahren viel zu wenig Mittel für die zahnmedizinische Behandlung zur Verfügung. Ihre Budgets werden ständig überschritten, so dass Zahnärzte die Patienten am Jahresende umsonst behandeln müssen. Dass einige dieser Kassen die Zuflüsse aus dem neuen Gesundheitsfonds im nächsten Jahr nun für Prämienausschüttungen nutzen wollen statt ihre Patientenversorgung auf sichere Füße zu stellen, ist geradezu grotesk."

Besonders bei der Bundesknappschaft zeige sich das Problem deutlich – sie stelle nur circa die Hälfte des Geldes pro Mitglied zur Verfügung wie andere gesetzliche Krankenversicherer, so stellt Fedderwitz weiter fest. Die Ursache darin läge in Wanderungsbewegungen von Versicherten in den vergangenen Jahren.

Fedderwitz fordert deshalb sehr deutlich: "Die Budgets müssen kurzfristig den Realitäten angepasst und mittelfristig ganz abgeschafft werden, damit die Patienten auch weiterhin gut versorgt werden können."




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