Berlin, 17. Oktober 2008. Vor einem Jahr wurde die Selbstverpflichtung für mehr Jugendschutz im Mobilfunk durch führende Mobilfunkanbieter in Deutschland und die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia Diensteanbieter e.V. (FSM) gezeichnet und auch mit Erfolg umgesetzt. Neben einem für Kinder und Jugendliche bereitgestellten größeren Informationsangebot aus dem Bereich Jugendschutz gehört zu den umgesetzten Maßnahmen auch eine optionale Internetsperre. Zudem wurde unter der Mobilfunkkurzwahlnummer 22988 eine kostenlose Jugendschutz-Hotline eingerichtet, über die Informationen zu Jugendschutzoptionen und –tarifen eingeholt werden können.
Zusätzlich wurde von den Mobilfunkunternehmen und der FSM gemeinsam mit Klicksafe und der Landesstelle Kinder- und Jugendschutz Sachsen-Anhalt e.V. ein Informationsportal geschaffen, das sich speziell mit dem Thema Jugendschutz im Mobilfunk beschäftigt. Die Website ist unter der Internetadresse www.jugend-und-handy.de zu erreichen.
Die freiwillige Selbstverpflichtung zu verbessertem Jugendschutz im Mobilfunk ergab sich als Ergebnis eines zum Thema Jugendschutz und Prävention im Internet und Mobilfunk zusammengefundenen "Runden Tisches", der im Frühsommer 2006 aufgrund einer Initiative des rheinländisch-pfälzischen Bildungs- und Jugendministeriums stattgefunden hatte.
Beteiligt an der freiwilligen Selbstverpflichtung sind die Mobilfunkunternehmen Debitel, E-Plus, Mobilcom, Talkline, T-Mobile, Telefonica O2 sowie die Vodafone. In einem Beschluss der Jugendministerkonferenz der Bundesländer wurden die in der Selbstverpflichtung enthaltenen Maßnahmen zur Aufklärung und Förderung der Medienkompetenz bereits im letzten Jahr ausnehmend positiv begrüßt.
So äußert sich Sabine Frank, Geschäftsführerin der FSM, zur guten Zusammenarbeit zwischen Politik und Unternehmen: "Es ist geschafft! Die gemeinsam initiierte Selbstverpflichtung ist umgesetzt und bringt wichtige Neuerungen für die Nutzer. Dies zeigt, dass ein Zusammenwirken von Staat und Wirtschaft im Bereich der freiwilligen Selbstkontrolle effektiv funktioniert. Die umgesetzten Maßnahmen sind wichtige Schritte zur weiteren Verbesserung des Jugendmedienschutzes im Mobilfunk in Deutschland."