Stiftung Warentest hat 10 deutschlandweit tätige Internetprovider unter die Lupe genommen. Dabei hat nur ein einziger mit der Bewertung "gut" abgeschlossen: T-Home. Getestet wurden Anbieter von schnellen Breitbandzugängen für Privathaushalte. Testkriterien: problemlose und einfache Anmeldung und Einrichtung, Wartezeit bei Providerwechsel, Telefon-Support bei Problemen und nicht zuletzt das Preis-Leistungsverhältnis. Ebenfalls von großer Bedeutung: Halten die Anbieter, was sie versprechen
T-Home der Deutschen Telekom war zwar im Vergleich etwas teurer als andere Anbietung, überzeugte jedoch mit reibungsloser Anmeldung und Einrichtung sowie kompetentem Customer Support, der als "sehr gut" bewertet wurde. Die durchschnittliche Zeit zwischen Bestellung und Freischaltung betrug beim Internetangebot der Telekom 14 Tage. Auf längere Zeiten muss sich der Kunde bei anderen Providern einstellen: Strato ließ seine Kunden 44 Tage warten, Arcor 52, und Versatel "toppte" mit 65 Tagen Wartezeit.
Etwa 50% aller geprüften Internetanbieter waren allenfalls „ausreichend“, wie Stiftung Warentest feststellte. Das lag vor allem an Problemen bei der Anmeldung und Einrichtung, der Beratung sowie den Vertragsbedingungen. Bei der Hälfte der getesteten Provider war der E-Mail-Support sogar "mangelhaft".
Was sich als besonders ärgerlich herausstellte war die Tatsache, dass die versprochenen Übertragungsraten beim Datentransfer selten den Versprechen standhielten. Nur etwa ein Drittel der geprüften Anschlüsse konnten auch wirklich die versprochenen 16.000 kbit/s vorweisen. Wie zum Beispiel 1&1: Zwei Testhaushalten wurden blitzschnelle Datenraten von 16.000 kbit/s in Aussicht gestellt. Tatsächlich war es dann am Ende beim Einen weniger als die Hälfte und beim Zweiten sogar nicht einmal ein Viertel der versprochenen Geschwindigkeit. Mit Datenraten von "bis zu 16.000 kbit/s" warb Alice. Hier schaffte es ein Test-Anschluss tatsächlich auf 16.000, ein weiterer auf gut 6.000 und ein dritter auf nur 1.300 kbit/s.
Stiftung Warentest kritisierte zudem, dass ein Vergleich der Angebote sehr schwer, wenn nicht nahezu unmöglich ist.
Den kompletten Test gibt es nachzulesen in der November-Ausgabe der Zeitschrift "test", oder online unter www.test.de.