53% der Mütter und Väter, denen für ihr 2007 geborenes Kind Elterngeld bewilligt wurde, erhielten dies auf Basis des Einkommensersatzes. Eltern erhalten Einkommensersatz, wenn sie vor Geburt ihres Kindes erwerbstätig waren. Dies beinhaltet auch Leistungen in Form von Teilzeitarbeit oder Geringverdienstzuschlag.
6,5% der Elterngeldempfänger (50.000 Mütter und Väter) erhielten zusätzlich einen Geschwisterbonus in Höhe von 10% des Elterngeldes bzw. mindestens 75 Euro, oder einen Mehrlingszuschlag in Höhe von 300 Euro pro weiterem Kind.
Fast die Hälfte der Eltern (353.000) erhielt das Elterngeld auf Basis des Mindestbetrags. Etwa 230.000 dieser Mütter und Väter (31% aller Elterngeldbezieher) erhielten ausschließlich den Mindestbetrag von 300 Euro. Rund 16% (123.000) bezogen zusätzlich zum Mindestbetrag einen Geschwisterbonus und/oder einen Mehrlingszuschlag.
In der Regel wird der Mindestbetrag an Mütter und Väter gezahlt, die vor der Geburt des Kindes keiner Erwerbstätigkeit nachgingen, was auf 93% der Mütter und Väter zutraf, die Elterngeld auf Basis des Mindestbetrags erhielten. Die restlichen 7% waren zwar erwerbstätig; bei ihnen wurde das Elterngeld auf den Mindestbetrag aufgestockt, da der Einkommensersatz unter 300 Euro lag.
Der Anteil der Eltern, die das Elterngeld auf Basis des Einkommensersatzes erhielten, lag in Bayern bei 60%, in Brandenburg und Sachsen bei je 59%, in Bremen bei 42%, in Nordrhein-Westfalen bei 48% und in Niedersachsen bei 49%.
Mehr als jeder Zweite erhielt in Bremen (58%), Nordrhein-Westfalen (52%) und Niedersachsen (51%) Elterngeld auf Basis des Mindestbetrags. Der Anteil lag in Bayern, Brandenburg und Sachsen (40 bzw 41%) am niedrigsten.
Höheres Elterngeld für Väter
Die Höhe des Elterngeldes lag bei Eltern von 2007 geborenen Kindern bei durchschnittlich 643 Euro. Dabei erhielten Väter im Schnitt monatlich 973 Euro, Mütter 590 Euro.
Bei der Höhe gibt es regional gesehen erhebliche Unterschiede, bei Vätern mehr als bei Müttern. In Westdeutschland lag der Durchschnitt des bewilligten Elterngeldes für Väter bei 1.023 Euro, in Ostdeutschland bei 795 Euro. Der Unterschied zwischen Ost und West war bei den Frauen wesentlich geringer: In Westdeutschland lag der Durchschnitt bei 594 Euro, in Ostdeutschland bei 566 Euro.
Die höchsten durchschnittlichen Beträge erhielten Eltern in Bayern (634 bzw. 1.147 Euro), Hessen (619 bzw. 1.062 Euro) und Hamburg (657 bzw. 1.038 Euro), die geringsten durchschnittlichen Beträge flossen in Sachsen-Anhalt (537 bzw. 749 Euro), Sachsen (571 bzw. 794 Euro) und Mecklenburg- Vorpommern (549 bzw. 798 Euro).
Teil 1: Elterngeld: Der Trend ist eindeutig - Immer mehr Väter nehmen
Teil 2: Elterngeld: Väter planen kürzere Bezugsdauer der Finanzspritze als Mütter
Teil 3: 53% aller Eltern beziehen 300 Euro Elterngeld