Die schwierige Situation auf den internationalen Finanzmärkten lässt auch die Automobilindustrie nicht ohne Auswirkungen. Das dritte Quartal dieses Jahres hat durch die anhaltende Kaufzurückhaltung, die schwache Verfassung der Gebrauchtwagenmärkte sowie gestiegene Refinanzierungskosten auch bei der BMW Group zu einem spürbaren Rückgang in der Umsatz- und Ergebnisentwicklung geführt.
Der Umsatz der BMW Group ging im dritten Quartal im Vorjahresvergleich um 8,6% auf 12.588 (2007: 13.778) Millionen Euro zurück. Infolge der hohen externen Belastungen ging das Ergebnis vor Finanzergebnis (EBIT) um 60,2% auf 387 (2007: 973) Millionen Euro zurück. Das Vorsteuerergebnis lag bei 279 (2007: 765) Millionen Euro, entsprechend einem Rückgang von 63,5%. Das Ergebnis nach Steuern verringerte sich um 62,9% auf 298 (2007: 803) Millionen Euro.
Die BMW Group hat aus gegebenem Anlass ihre Risikovorsorge für Restwertrisiken und Kreditausfälle im dritten Quartal erneut auf 342 Millionen Euro aufgestockt. Allgemeine Konsumzurückhaltung, die anhaltend schwierige Lage auf den Gebrauchtwagenmärkten sowie erhöhte Kreditausfälle haben diese sichernden Maßnahmen notwendig gemacht.
Norbert Reithofer, Vorstandsvorsitzender der BMW AG in München: "Die Finanzkrise ist längst noch nicht ausgestanden, vor allem ihre Auswirkungen auf die Realwirtschaft im Jahr 2009. Die Automobilindustrie steht zweifellos vor großen Herausforderungen, die zugleich aber auch eine Chance bedeuten. Die BMW Group wird als starkes und innovatives Unternehmen diese schwierige Situation meistern und sich damit eine hervorragende Ausgangsposition für die Zukunft verschaffen."