Ökostrom wächst unaufhörlich

  1. 18.11.2008 09:14
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Eine aktuelle Markterhebung der Fachzeitschrift "Energie & Management" zeigt, dass der Absatz an Ökostrom in Deutschland im letzten Jahr im Vergleich zu 2006 erheblich angestiegen ist. Dieser Trend hin zu erneuerbaren Energien setzt sich noch deutlicher im laufenden Jahr 2008 fort. Der Absatz von Ökostrom bei Privatkunden betrug im Jahr 2007 rund 2,8 Milliarden Kilowattstunden. Für das laufende Jahr ist mit einem Anstieg auf 6,1 Milliarden Kilowattstunden zu rechnen.

EnergieVision e.V. vergibt seit 2001 das Gütesiegel "ok-power". 17 Produkte von 14 Anbietern tragen zurzeit dieses Label. Alle Träger des Gütesiegels "ok-power" tragen zum Ausbau der erneuerbaren Energien bei und sind uneingeschränkt empfehlenswert. Vorstandsmitglied Helmfried Meinel: "Nach Jahren der Stagnation beginnt der Ökostrommarkt aus dem Nischendasein herauszutreten und zu einem relevanten Wettbewerbsfaktor zu werden."

Der Marktanteil von "ok-power"-zertifiziertem Ökostrom ist bei Privathaushalten von 26% (2006) auf etwa 33% (2007) gestiegen. Es zeigt sich, dass die Anbieter glaubwürdiger Ökostromprodukte deutlich größere Marktchancen haben als Trittbrettfahrer, die das gute Image des Ökostroms ausnutzen, die Verbrauchererwartungen jedoch letztlich enttäuschen. In letzter Zeit haben so genannte Grünstromwäscher das positive Bild des Ökostroms getrübt. Zahlreiche Stromversorger bieten Ökostrom aus alten, längst bestehenden und abgeschriebenen Wasserkraftanlagen an. Dies leistet jedoch keinen Beitrag zum Ausbau der erneuerbaren Energien, da damit kein Impuls für den Bau neuer Kraftwerke verbunden ist.

Die EnergieVision e.V. zertifiziert nur solche Ökostromangebote, die wirksam zum Ausbau der erneuerbaren Energien beitragen, also Strom aus neuen Anlagen verwenden. Meinel: "Zu empfehlen sind nur solche Stromangebote, die den Bau neuer Kraftwerke zur Nutzung erneuerbarer Energien und der umweltfreundlichen Kraft-Wärme-Kopplung wirksam fördern."

Der Neubau von Ökostromanlagen verdrängt auf lange Sicht die fossile und atomare Stromerzeugung. Dies leistet einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zu Klimaschutz und Versorgungssicherheit.
Energieexperten fordern, "guten Ökostrom", der einen dezidierten Beitrag zum marktgetriebenen Ausbau der erneuerbaren Energien anhand fest vorgegebener Kriterien leistet, von "schlechtem Ökostrom" abzugrenzen, dessen Bezug zu einer reinen Umverteilung ohnehin bestehender Kapazitäten führt. EnergieVision begrüßt den erneuten Anlauf des Umweltbundesamtes, einen "Blauen Engel Ökostrom" ins Leben zu rufen.






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