Eine von Bundesministerien in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass so genannte Mikrokredite noch wenig bekannt und akzeptiert sind. Bei Mikrokrediten handelt es sich um die Vergabe von Kleinkrediten durch Mikrofinanzorganisationen an kleinere Unternehmen, die von Banken aufgrund fehlender Sicherheiten und Wirtschaftsplänen keine Finanzmittel erhalten. Sie sollen so helfen, Kleinunternehmer und somit die lokale Wirtschaft zu stärken.
In drei deutschen Städten (Offenbach, Berlin und Dortmund) wurden solche Kreditgeber auf lokaler Ebene erschaffen, die Kredite von bis zu 10.000 Euro zu einem Zinssatz von 10% an kleine Unternehmen vergeben. Bislang hält sich der Andrang nach solchen Krediten in Grenzen, was wohl vorrangig daran liegt, dass Kleinunternehmen häufig einfach davon ausgehen, nicht kreditwürdig zu sein und daher erst gar keinen Antrag stellen um sich die Enttäuschung zu ersparen.
Es ist daher unbedingt notwendig, Mikrokredite bekannt zu machen und zu bewerben, um kleinen Betrieben die Möglichkeit zu geben, ihre Unternehmen fortführen und ausbauen zu können. Ein Problem beim Bewerben der Mikrokredite ist jedoch, dass die Menschen, die Zugang zu den kleinen Unternehmen haben, meist keine Finanzexperten sind.
Die wissenschaftliche Auswertung der Studie "Experimenteller Wohnungs- und Städtebau" gibt nach zwei Jahren Laufzeit Hinweise darauf, wie Rahmenbedingungen zur Umsetzung der in Deutschland noch jungen Mikrofinanzidee verändert und verbessert werden können.
Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung hat hierzu eine Broschüre heraus gegeben. Sie reflektiert die Erfahrungen der Modellvorhaben bei der Etablierung von Mikrofinanzprodukten und beleuchtet Bedarf und Perspektiven der Mikrofinanzierung in Deutschland. Die Broschüre kann kostenfrei auf dem Internetauftritt des
BBR heruntergeladen.